Alice, 3. Juni 2009

Theateraufführung, Wiederaufnahme, im Grazer SchauspielhausFrei nach Lewis Carroll ,
in einer Bearbeitung von Roland Schimmelpfennig

Zum Stück
Nichts ist wie es scheint. Realitäten verschieben sich, aus Klein wird Groß und Groß wird Klein. Carrolls Erzählung über das Wunderland ist mehr als ein Klassiker der Kinderliteratur.

Es ist ein farbenfrohes Manifest gegen die Allmacht der Vernunft in einer durchrationalisierten Welt. Die Systeme, derer man sich im Alltag so sicher ist, fallen wie Kartenhäuser in sich zusammen: Sprache verselbstständigt sich, herkömmliche Logik wird ad absurdum geführt, auf Erfahrung, Erziehung oder gesunden Menschenverstand ist kein Verlass. Erlernte Schemata bieten keine Orientierung in dieser Welt, die nach eigenen, unberechenbaren Regeln funktioniert. Alice, in den Grundfesten ihrer Identität erschüttert, wird vor die Frage gestellt: Was macht mich eigentlich aus?

Viktor Bodó hat bereits in der letzten Spielzeit seine Meisterschaft im Absurden bewiesen. In einem wilden Taumel der Bilder und Töne bringt er, frei nach Motiven von Lewis Caroll, das Wunderland auf die Bühne. Dabei werden Normen und Falltüren der Realität in der wir leben genauso auf die Probe gestellt wie die Illusionsmaschine Theater.

Zum Autor
Lewis Carroll. Der Schriftsteller, Mathematiker und Logiker wurde 1832 in Daresbury geboren. »Alice im Wunderland« erschien 1865, sieben Jahre später die Fortsetzung »Alice hinter den Spiegeln«. Beide Bücher wurden noch zu Lebzeiten des Autors zu ungeheuren Erfolgen. Carroll galt als menschenscheuer Außenseiter, dessen Leben äußerlich ereignislos verlief.

Zum Regisseur
Viktor Bodó, 1978 in Budapest geboren, hat schon zu Schulzeiten eine Theatergruppe gegründet, bevor er auf der Akademie für Schauspiel- und Filmkunst zunächst Schauspiel und dann Regie studierte. Während seines ersten Studiums war er für drei Jahre Schauspieler am Krétakör Theater Budapest, bevor er als Regiestudent die Magma Gesellschaft gründete und Kunstfestivals veranstaltete. Seine ersten Inszenierungen am Katona Jószef Theater in Budapest, zu denen er meist zusammen mit András Vinnai eigene Texte schrieb, wurden alle mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt inszenierte er Bearbeitungen von Kafkas „Der Prozess“ und Molières „Don Juan“ am Katona Jószef Theater sowie verschiedene freie Theaterprojekte, darunter „Pizzicato“ (Deutsches Theater Berlin). Am Schauspielhaus Graz inszenierte er in der letzten Spielzeit „Das Schloss“ nach Franz Kafka.

Inszenierung
Bühnenbild  Viktor Bodó
Kostüme   Renáta Balogh
Dramaturgie  Andreas Karlaganis
Übersetzung/Mitarbeit Dramaturgie Anna Veress

Musik  
Klaus von Heydenaber (Piano), Stefan Padinger (Bass), Reinhold Schmölzer (Schlagzeug)

© Schauspielhaus Graz

Weitere Termine: 26. Juni 2009, 19:30 Uhr

Das Schauspielhaus und INFOGRAZ.at verlosen je 2 Eintrittstickets für die Aufführung am 3. Juni um 19.30 Uhr auf der Hauptbühne im Schauspielhaus.

Bitte beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Wer ist der Regisseur dieses Stückes?


Alice, 3. Juni 2009: Bezirksauswahl
Schauspielhaus Graz1
Schauspielhaus

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Das Schauspielhaus Graz am Grazer Freiheitsplatz ist eines der renommiertesten Theaterhäuser Österreichs und  zählt zur Oberliga im deutschen Sprachraum. Es wurde 1776 eröffnet und nach dem Brand in der Christnacht 1823 in der heutigen äußeren Form wiedererrichtet.

Kategorien: Bühnen

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