Altes wieder neu entdecktZurück

In der Medizin werden alte Heilmethoden – so wie der Blutegel – wiederentdeckt. Das hilfreiche Getier wird gegen schlecht heilende Wunden, Krampfadern, Rheuma, Gicht, Migräne, Ohrengeräusche … eingesetzt. Hilfreich sein können die Egel auch bei lokalen Thrombosen, die beispielsweise bei Diabetikern auftreten.

Blutegel, Ringelwurm, alternative Behandlung, Behandlung bei Krampfadern, Tinnitus, Rheuma, Gicht, offenen Beinen, GefäßverkalkungenSchon seit langer Zeit ist der Blutegel für seine heilende Wirkung bekannt. Bereits die Babylonier erwähnen in ihren Keilschriften den medizinischen Einsatz von Blutegeln zur Behandlung von Menschen. Es finden bestimmte Arten von Blutegeln, der „hirudo officinalis“ oder der „hirudo medicinalis“ Verwendung. Der Blutegel ist ein Ringelwurm, der sich vom Blut anderer Lebewesen ernährt.

Vom griechische Arzt und Dichter Nikandros von Colophon (2.tes Jhr. V.Chr.) stammen die ersten Aufzeichnungen zum Thema Blutegeltherapie in Europa.

Die Blutegeltherapie war im 19.ten Jahrhundert so populär, dass durch den starken Verbrauch die Blutegelpopulation so dezimiert hat, dass der Blutegel vom Aussterben bedroht war. Auch die zunehmende Umweltverschmutzung ist eine Gefahr für den Blutegel. Dadurch sank die Nachfrage an der „Hilfe aus der Natur“.

Erst in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts kam der Blutegel wieder zum Einsatz. Er wurde als Unterstützung bei neuen Operationsmethoden in der Mikrochirurgie erfolgreich eingesetzt. Heute findet er in der Transplantationschirurgie als Staulöser vermehrt Einsatz.

Blutegel findet man nur in reinem Wasser und somit sind seine natürlichen Lebensräume heute sehr begrenzt.

Blutegelzentrum Graz, Behandlungsmethode bei Venenentzündung, Schlaganfalls- und Herzinfarktvorbeugung, HämorrhoidenWas passiert beim Blutegel-Biss?

Während des Saugens nimmt der Blutegel zehn bis zwanzig Millimeter Blut auf. Gleichzeitig spritzt er ein Sekret in den Körper des Menschen. Dieses Sekret enthält viele verschiedene Substanzen, die eine heilsame Wirkung haben. Mit einer oder wenigen Blutegelbehandlungen können oft verblüffende und langanhaltende Erfolge erzielt werden. Dabei treten bei diesem natürlichen Verfahren nur selten unerwünschte Wirkungen auf.

Wie wirken Blutegeln?

Das Geheimnis des Erfolges der Behandlung mit Blutegeln liegt im Speichelsekret der Tiere. Es enthält zahlreiche Substanzen mit heilsamer Wirkung. Inzwischen sind mehrere Wirkmechanismen der Blutegel bekannt.

Die gerinnungshemmende Wirkung kann zu verbesserten Fließeigenschaften des Blutes führen, vor allem, wenn es eingedickt ist.

Durch den Einfluss auf die Innenwand von Blutgefäßen und auf bestimmte Blutkörperchen kann einer Blutverklumpung (Thrombose) vorgebeugt werden. Bestehende Blutklümpchen können sich auflösen.

Häufig wird nach der Egelbehandlung eine schmerzlindernde Wirkung beobachtet.

Blutegel können den menschlichen Körper entwässern und entgiften.

Jede Egelbehandlung ist ein kleiner Blutverlust, der von unserem Körper mit einer angeregten Neubildung von Blut beantwortet wird. Diese Neubildung ist ein gutes Training für das Knochenmark.

Wo ist der Einsatz von Blutegeln sinnvoll?

-- > Krampfadern
-- > Venöse Stauungen, Besenreiser
-- > Venenentzündungen
-- > Blutgerinnsel, Blutergüsse
-- > Gefäßverkalkungen
-- > Durchblutungsstörungen aller Art
-- > Rheuma, Gicht
-- > Schlaganfalls- und Herzinfarktvorbeugung
-- > Offenes Bein
-- > Kreuzschmerzen
-- > Arthrosen und Gelenksschmerzen
-- > Migräne und Spannungskopfschmerzen
-- > Menstruationsbeschwerden
-- > Ohrgeräusche
-- > Hämorrhoiden
-- > Zerrungen und Verstauchungen

Gibt es Begleiterscheinungen?

Eine Behandlung mit Blutegeln ist mit verschiedenen Begleiterscheinungen verbunden:
Nachblutung an der Bissstelle:
Generell gilt: Eine Nachblutung an der Bissstelle ist normal und gehört zum Behandlungskonzept. Sie wird mit entsprechenden Verbänden behandelt. Sollte die Bissstelle nach einem Tag immer noch bluten, suchen Sie bitte einen Therapeuten auf, um die Blutung zum Stillstand zu bringen.

Veränderungen an der Bissstelle:
Nach der Behandlung kann sich die Bissstelle röten und leicht anschwellen oder jucken. Besprechen sie mit Ihrem Therapeuten bereits im Vorfeld der Behandlung geeignete Gegenmaßnahmen. Mitunter kommt es auch zu einem kleinen Bluterguss, der in aller Regel innerhalb von einer Woche vollständig verschwunden ist.

Kreislaufreaktionen:
Mitunter können leichte Kreislaufreaktionen auftreten. Deshalb sollten sie für den Tag der Egelbehandlung Ruhe einplanen, viel liegen und trinken. Mit pflanzlichen Kreislaufpräparaten kann dieser Reaktion leicht vorgebeugt werden.

Behandlungsablauf:

Die Blutegelbehandlung findet in der Praxis statt und dauert ca. 1 – 2 Stunden. Sie sollten bequeme, weite Kleidung tragen.

Die Tiere werden an einer Stelle aufgesetzt, die der Therapeut entscheidet. Zu Beginn der Saugphase entsteht ein leichtes Stechen und Brennen. Innerhalb einiger Minuten lässt es nach. Gleichzeitig spritzen die Blutegel ein Sekret in den Körper des Patienten ein, das die Ursache für die besonderen Wirkungen der Blutegel ist. Die Blutegel bleiben an einer Stelle sitzen und kriechen nicht umher. Erst wenn die Tiere satt sind, lassen sie los.

Ein dicker Verband saugt das eventuell einige Zeit aus der Wunde fließende Blut auf. Nach einigen Stunden muss der Verband zu Hause oder in der Praxis gewechselt werden. Beachten sie dabei, dass Sie mindestens zwei Tage vor der Blutegelbehandlung keine Duftstoffe (Parfüm, Seife, Salben, Duschgels, Rasierwasser usw. auf die Haut bringen. Die Blutegel beißen dann nur sehr schlecht oder gar nicht.

Wo wird diese alternative Methode in Graz angeboten?  .... klicken Sie hier

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