Am Anfang heiss ich Ende, 5. Juni

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Von und mit:
Juliane Werner (E-Bass + Sprache)
Astrid Rashed (Violine + Sprache)
Roman Leitner-Shamov (percussion + Sprache)
Gabriele Nagel ( Video + Raum )

Leere, ein Wartesaal, ein sich stets wandelndes Gebäude, ein endloser Schiffsmast, eine Labyrinthstadt, eine obskure Insel, ein zugefrorener Himmel sind u.a. Schauplätze der Episoden. Reale und auch fantastische Orte, an denen sich Beamte, Kinder, Artisten, Seefahrer, Verhüllte, Wanderer…und du selbst einander begegnen.

Die Geschichten führen in ein Labyrinth hinter der realen Welt,  in ein verschlungenes Wegsystem durch das Unterbewusste. Die Zuhörerinnen sollen verführt werden, brachliegende Teile ihrer Phantasie zu mobilisieren; sich freimachen von vorgefertigten Bildern und fantastische Räume jenseits der Virtualität betreten; sich erinnern, weiterdenken, träumen…

Zur Produktion
AM ANFANG HEISS ICH ENDE
Weitere Termine: 5., 9., 10., 11., 12., 16., 17., 18., 19. Juni 2010, 20:30

Ein Fantastisches Visuelles Hörtheater

“Ich bitte dich, lege dein Ohr dicht an meinen Mund, wie                 
fern du mir auch sein magst, jetzt noch oder immer.                    
Anders kann ich mich dir nicht verständlich machen...”
                            „Der Spiegel im Spiegel”

Arbeitsgrundlage dieser Aufführung sind Texte von Michael Ende (1929 – 1995): aus den Büchern "Zettelkasten" und " Der Spiegel im Spiegel", das er inspiriert durch die Bilder seines Vaters, des surrealistischen Malers Edgar Ende schrieb, sowie aus seinem Nachlass.

Wir möchten eine Brücke schlagen zwischen Experiment und Konvention, sehen unser Publikum keiner bestimmten Szene zugehörig. Wir wollen Türen öffnen zu einem generationsunabhängigen Universum; erinnern an die dem Menschen ureigenste Fähigkeit, träumend über die Welt von Zeit und Raum hinaus, wahrnehmen zu können.

Die Umsetzung des Projektes beinhaltet drei Ebenen: Text, Bild und Klang.

Hörtheater bedeutet, dass sich die Schauspieler als Performer verstehen, die sich hinter den Text stellen. Die Sprache zählt, nicht das erklärende, situative Spiel. Das Mikrofon ist wesentlicher Teil der Installation und soll spielerisch genutzt werden. Der Performer kann in ein Bild ein- oder austreten, sichtbar und unsichtbar sein, sich selbst begegnen.  Variationen, Überraschungen, Verwirrungen werden  erforscht und verwirklicht. Das Rätsel soll so sichtbarer und nicht nur inhaltlicher Teil des Abends sein.

dramagraz, Aufführung, Am Anfang heiss ich Ende, Erstaufführung, E-Bass, Geige und Percussion sollen nicht kommentieren, sondern Atmosphäre schaffen und das Ohr für die Komplexität der Texte öffnen. Alle Instrumente werden akustisch verstärkt und auch zur Klangerzeugung jenseits ihrer herkömmlichen Funktion genutzt. Die Kompositionen von Motiven, Themen, Melodien stammen von den Performern selbst.

“…und dann hörte ich, wie all dieses Gold zu klingen anfing. Erst leise und fern, dann immer lauter, begann die Musik. Es war mir, als ob ich die Melodie erkannte, und doch war sie mir völlig neu. Die Klänge wurden immer gewaltiger und durchdrangen mich in jeder einzelnen Zelle meines Leibes, und während langsam alles um mich her von stürzendem Licht verschlungen wurde, verging mir das Bewusstsein in einer ekstatischen, seligen Todesangst." (Michael Ende)

Michael Endes Bezug zu den Bildern seines Vaters ist für uns der Ausgangspunkt wieder eine Brücke zurück zum Bildhaften zu schlagen. Die Videoebene soll das Erzählerische sinnbildlich ergänzen und verbinden. Sie kann eine Zwischensequenz sein, welche eine Gedankenpause zwischen den einzelnen gesprochenen Texten ermöglicht. Langsame standbildhafte Aufnahmen aber auch kurzfilmartige Sequenzen umrahmen den Text assoziativ. Ausgehend von der Figur des Minotaurus in der Eröffnungsgeschichte von “Spiegel im Spiegel” steht das Bild der “Mauer” im Vordergrund. Daraus resultiert die Idee, dass die Szenen vornehmlich in einem abstrakten Stadtraum angesiedelt werden.

Am Anfang heiss ich Ende, 5. Juni: Bezirksauswahl
dramagraz1

Schützgasse 16, 8020 Graz
Tel: +43 316 262 242

Kategorien: Theater, Varietees u.Kabaretts

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