Museum in Schloss Stainz Zurück

Das neue Jagdmuseum in Schloss Stainz begreift die Jagd als historisches, soziologisches und philosophisch-ethisches Phänomen und möchte über einen interdisziplinären, kulturübergreifenden Ansatz ein breites Publikum, vor allem Kinder und Jugendliche, ansprechen. Wirklichkeitsnah und lebendig werden die Zusammenhänge von Jagd, Wildökologie und Natur erklärt.Zahlreiche Exponate – darunter barocke Trophäen, historisch einzigartige Waffen, Gemälde und Kunstobjekte – tragen dazu bei, die Jagd von ihren Ursprüngen in der Steinzeit über die Römerzeit bis hin zu ihrer Entwicklung in der höfischen und bürgerlichen Periode zu veranschaulichen.

Legendenumwoben ist die Gründung des Augustiner Chorherren Stift Stainz. Fest steht, daß Leuthold von Wildon, damals Grundherr von Stainz, am Schloßberg 1229 eine kleine Kirche errichten ließ aus der sich die Stiftsanlage herausentwickelte.
Das Stift erlebte im 16. Jahrhundert seine Blütezeit unter dem Probst Jakob Roselenz. Dieser begann auch mit dem Neubau der damals eher vernachlässigten Kirche – sie wurde vergrößert und erhielt eine barocke Innenausstattung.

Speziell auf die reichhaltige Stuckkdekoration kann hingewiesen werden. Auch die Orgel, die um 1980 restauriert wurde, zählt zu den größten und wohlklingendsten der Steiermark.
Unter Kaiser Joseph II wurde im Jahre 1785 das Augustiner Chorherren Stift Stainz aufgehoben.

Erzherzog Johann, ein Sohn Kaiser Leopolds II, erwarb die Herrschaft 1840. Nach seinem Tod blieb das Schloß im Familienbesitz seiner Nachkommen, der Grafen von Meran, die heute noch hier leben.