Energieausweis - Einfluss auf Immobilien-VerkehrswertZurück

Seit 01.01.2008 muß gemäß EU-Richtlinie für sämtliche Neubauten der Energieausweis vorgelegt werden. Ziel dieses Energieausweises ist die Begrenzung des Energieverbrauchs, die Vermeidung von Bauschäden, CO2-Einsparung, Vergleichbarkeit von Immobilien und die Wertsteigerung energiesparender Immobilien. Ab 01.01.2009 gilt diese Richtlinie auch für den Verkauf von Immobilien.

Beim Bau, bei Verkauf oder Vermietung von Gebäuden oder Wohnungen ist künftig ein Energieausweis vorzulegen, der die energetische Güte des Gebäudes kennzeichnet. Der Energieausweis ist bei Einreichung eines Neubaus seit 1. Jänner 2008, bei Verkauf oder Vermietung von bestehenden Gebäuden ab spätestens 1. Jänner 2009 vom Gebäudeeigentümer bzw. Vermieter verpflichtend vorzulegen. Hintergrund für diese neue Richtlinie – auch als "Gebäuderichtlinie" bezeichnet – sind die Klimaschutzziele der EU und ihrer Mitgliedstaaten.

Das "Energie-Pickerl" fürs Haus
Der Energieausweis ist für das Haus ein relativ neuer Begriff und ist vergleichbar mir dem "Kühlschrank-Pickerl" oder dem "Typenschein" eines Fahrzeuges. Beide beschreiben Konstruktion, Bauweise, die vorgesehene Nutzung und - ein ganz wesentlicher Punkt - den Energiebedarf bei einer definierten Betriebsweise („Normverbrauch”): Beim Auto sind das konstante Geschwindigkeiten auf ebener Strecke, beim Haus die Beheizung auf eine bestimmte, konstante Innentemperatur während der Heizperiode. Beide Normverbrauchskennzahlen sind auf bestimmte Bezugsgrößen normiert, beim KFZ ist es der Treibstoffverbrauch für 100 km Fahrstrecke, beim Haus im Allgemeinen der jährliche Energiebedarf für 1 m2 Bruttogeschoßfläche.

Anders als bei Autos oder Kühlschränken wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf. Objektive Informationen sind Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlten bisher.

Was bringt der Energieausweis?
Ob Bauherr, Mieter oder Käufer, ob Eigentümer oder Wohnungsunternehmen – der Energieausweis

    * sorgt für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt, da der Energiebedarf von Gebäuden
       unkompliziert verglichen werden kann
    * informiert objektiv und zeigt Einsparpotenziale auf
    * dokumentiert den Stand der Technik des Eigentums
    * dient als wichtiges Marketinginstrument
    * ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz


Es gibt Energieausweise für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude. In diesen Energieausweisen sind verschiedene Messdaten erfasst:

Heizwärmebedarf von A++ bis G | Klimadaten mit Seehöhe und durchschnittlichen Heizungstagen | Gebäudedaten mit Bruttogeschossflächen und beheiztem Bruttovolumen | Wärme- und Energiebedarfsdaten |  Energietachometer mit Heiztechnik-Energiebedarf und Endenergiebedarf


(Muster - Energieausweis für Wohngebäude)

Nähere Auskünfte über den Energieausweis und alle Fragen zum Thema Bauen und Sanieren erhalten Sie von Herrn Karl Kukovetz im
Haus der Baubiologie, Moserhofgasse 37, 8010 Graz 
Tel: 0316/475363-0

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