Don Quixote und die Helden der Mantscha, 12.5.
ZUM STÜCK:
Die Stadt in ihrem Rücken, mit dem Blick auf die Mantscha sitzen sie da. Don und Sancha. Warum hat Don sie hierher geführt? Was will er hier? Und warum hat er eine Pistole dabei? Was ist passiert?
Doch Don spricht nicht mehr über das, was war. Er hat den Glauben an die Gesellschaft verloren und will vergessen. Will einen Systemneustart, abseits der Stadt. Einfach ein wenig in die Wolken starren. Bis er einen Ritter zu hören glaubt. Sancha glaubt zwar nicht an Ritter, will aber die Welt nicht aufgeben, will wieder für etwas kämpfen können. Die Dinge kontrollieren.
Und so ziehen sie los in die Weiten der Mantscha und geraten in Abenteuer. In Gefahren und Ausnahmesituationen. Riskieren sich und andere. Bis zur Eskalation.
ZUM AUTOR:
Der Grazer Autor und Regisseur Christian Winkler stellt in seiner Adaption des Phänomens Don Quixote die Frage nach der Möglichkeit von Heldentum in einer von vielen krisenbesetzten Realität. Wie kann man heute noch ideologisch sein in unserer unwirklich gewordenen Welt, die sich vor allem durch das Fehlen gültiger Ideen kennzeichnet? Cervantes Geschichte vom Kampf gegen Windmühlen scheint aktueller denn je. So kann das Scheitern bestenfalls als Teil unserer Identität begriffen werden, solange jeder Versuch, politisch zu sein, misslingt. Und auch das Lieben scheint nicht mehr so einfach. Vielleicht liegt die einzige Rettung in der Fiktion, von der man weiß, dass sie eine Fiktion ist und dass außer ihr nichts existiert?
Christian Winkler, geboren 1981 in Graz, studierte Germanistik in Graz sowie Regie und Kulturmanagement in London. Er arbeitet als Regisseur und Autor in Österreich und England und hat zuletzt im Frühjahr 2008 seine Uraufführung Alyona in Graz und London gezeigt.
Als Autor hat er für das Schauspielhaus Graz bereits die Soap Life of Graz Vol. 1-6 für die Ebene 3 geschrieben, sowie Szenen für Shakespeares Wie es Euch gefällt. Als Regisseur hat er im Rahmen des BLOG TXT-Festivals in der Spielzeit 2007/2008 als Beitrag für Österreich einen Blog für die Bühne bearbeitet und inszeniert. 2007 gewann er den Retzhofer Literaturpreis für sein Stück Operation Kurczak and the Art of Camouflage.
Inszenierung: Christian Winkler
Bühne: Jens Burde
Kostüme: Katrin Wolfermann
Musik: Veit Winkler
Dramaturgie: Sandra Küpper
Mit: Carolin Eichhorst, Dominik Maringer
© Schauspielhaus Graz
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Das Schauspielhaus Graz und INFOGRAZ.at verlosen je 2 Eintrittskarten pro GewinnerIn. Beantworten Sie bitte folgende Frage: Was hat Don verloren? |
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Das Schauspielhaus Graz am Grazer Freiheitsplatz ist eines der renommiertesten Theaterhäuser Österreichs und zählt zur Oberliga im deutschen Sprachraum. Es wurde 1776 eröffnet und nach dem Brand in der Christnacht 1823 in der heutigen äußeren Form wiedererrichtet.
Kategorien: Bühnen