Elling, Schauspielhaus, 9. Mai
Schauspiel von Axel Hellstenius unter Mitwirkung von Petter Næss nach dem Roman "Blutsbrüder" von Ingvar Ambjørnsen
Zum Stück
Nach ihrer Entlassung aus der psychiatrischen Anstalt wird den beiden Freunden Elling und Kjell Bjarne vom norwegischen Staat zwecks Wiedereingliederung in die Gesellschaft eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Nun gilt es, sich vor dem Sozialarbeiter Frank zu beweisen und nicht an der neu gewonnen Freiheit zu scheitern. Es sind schon die kleinen Dinge des Alltags, die ernormen Mut verlangen: Ein Restaurant zu besuchen, einzukaufen, mit fremden Menschen (gar Frauen!) zu sprechen oder einfach nur ans Telefon zu gehen. So versuchen sie, sich an die Welt „da draußen“ zu gewöhnen, bis diese in Gestalt einer schwer betrunkenen Frau eines Tages unvermittelt in ihr Leben stürzt und sie vor eine neue Herausforderung stellt. Die beiden Neurotiker haben nun nicht nur die Probleme des Alltags zu lösen, sondern eine durchaus existentielle Krise zu bewältigen. Aber lapidar gefragt: Was ist schon „normal“?
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Zu den Autoren
Das Stück „Elling“ basiert auf dem Roman „Blutsbrüder“ des in Deutschland lebenden norwegischen Schriftstellers Ingvar Ambjørnsen. Er ist Teil einer fünfteiligen Romanserie, in der Ambjørnsen u. a. seine Erlebnisse als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik schildert, und wurde von Axel Hellstenius in Zusammenarbeit mit Petter Næss für die Bühne adaptiert.
Axel Hellstenius ist in Norwegen v. a. als Drehbuchautor für Film und Fernsehen sowie als Kinderbuchautor bekannt, Petter Næss ist Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller und inszenierte nicht nur die Uraufführung des Theaterstücks 1999 am Nye Teater Centralteateret in Oslo, sondern führte auch im oscarnominierten Kinofilm "Elling" Regie.
Zur Regisseurin
Bernadette Sonnenbichler wurde 1982 in München geboren und absolvierte das Regiestudium am Max-Reinhardt-Seminar. Bisher war sie für mehrere Hörspielregien für den Bayerischen Rundfunk und den Norddeutschen Rundfunk, u.a. Träume von Günter Eich, verantwortlich. Für das Hörspiel Windows von Mathias Greffrath erhielt sie den Ernst Schneider-Preis, Träume wurde von der Akademie der Darstellenden Künste Berlin als Hörspiel des Monats ausgezeichnet und im Hörbuchverlag herausgegeben. Weiters publizierte sie zusammen mit Walter Fanta das Filmdrehbuch Update. Ulrich und Agathe im Kino. Elling ist nicht ihre erste Regiearbeit, sie inszenierte bereits u.a Winter von Jon Fosse am Schauspielhaus Wien und Die Verwandlung nach Franz Kafka am Theater Aachen. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist sie Regie-Assistentin am Schauspielhaus Graz und verantwortlich für die Reihe AUDIO LOUNGE auf der Ebene 3.