Aussitzen – nicht mit mir! Ich bin eben ein sturer alter Alemanne! Zurück
Aus diversen Rückmeldungen schließe ich, dass dies ganz sicher kein Einzelschicksal ist. Genau deshalb werde ich nicht locker lassen!
Lassen sie mich "am ausgestreckten Arm verhungern"?
Aus unseren Statistiken kann ich sehen, dass es doch einige Leute gibt, die diese Geschichte verfolgen. Aus diversen Rückmeldungen schließe ich, dass dies ganz sicher kein Einzelschicksal ist. Genau deshalb werde ich nicht locker lassen!
Seit dem Beitrag vom 17.5. hat sich einiges getan – ich hab zwei Mails geschrieben und habe langsam das Gefühl, die KAGes will die Sache aussitzen.
Ich hatte am 15.5. das Schreiben der KAGes beantwortet:
Sehr geehrte Frau xxxx,
ich war im LKH xxxx.
Bei der Gelegenheit eine Frage meinerseits: ich bin ja an sich nicht aus „Jux und Tollerei“ zuerst zum Cardio-CT und dann nach xxxx gefahren. Meine Bypässe sind 17 Jahre alt und ich bin damals nur deswegen zu denen gekommen, weil ich lästig war. Alle Untersuchungen haben nichts ergeben – erst die Herzkatheter-Untersuchung in Wels (zu der mich mein Internist mit den Worten: „damit Du endgültig beruhigt bist“ geschickt hat) ergab, dass mein Gefühl mich nicht trog und ich mehrere Stenosen hatte, davon einige aufzudehnen und…
Ich hatte seitdem ein gutes Gefühl, in letzter Zeit bin ich beunruhigt – ich habe ähnliche Symptome wie damals (soweit ich mich erinnern kann). Nun hat Herr Dr. xxx gemeint, es sind zwar zwei Bypässe nicht mehr funktionstüchtig – der Körper habe aber selbst etwas gebildet. Er empfiehlt, wie damals vor Wels alle - „konservative Behandlung“.
Nachdem beim Eingriff ja Filme gemacht wurden: habe ich das Recht, diese einzufordern um eine zweite Meinung einzuholen?
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Rüdisser
Antwort vom 23.5. - die mich bewog, das Positive herauszustreichen.
Sehr geehrter Herr Mag. Rüdisser!
Vielen Dank für Ihre rasche Rückmeldung.
Ihr Schreiben/Anliegen wird in einer Sitzung mit Vertretern unterschiedlicher Abteilungen aufgegriffen werden. Im Anschluss daran werde ich mich wieder verlässlich bei Ihnen melden.
Mit freundlichem Gruß,
xxxx
KAGes-Management / OE Qualitätsmanagement
Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.
Dem habe ich dann am 25.5. wiederum entgegnet:
Sehr geehrte Frau xxx,
ich habe doch in meinem Beitrag und in meinem Mail einige Fragen gestellt, die für mich sehr wichtig sind und für die man keine Sitzung braucht, um sie zu beantworten.
z.B.: Nachdem beim Eingriff ja Filme gemacht wurden: habe ich das Recht, diese einzufordern um eine zweite Meinung einzuholen?
Auch die Frage, "was darf das Sekretariat eines KAGes-Primars" - korrekter „was darf ein Primar eines KAGes-Krankenanstalt dem Sekretariat anordnen" ist keine Frage für eine Sitzung. Darf das Sekretariat (offensichtlich selbständig, denn der Herr Primar hat mir erklärt, er können nicht alle Mails lesen) Patienten in eine Privatordination „umleiten“?
Da ich die KAGes ja gut kenne, vermute ich, dass der Herr Primar auch den Internetauftritt seiner Abteilung nicht selber gestaltet hat. Wieso ist bei dieser Abteilung (eher unüblich) nur die Mailadresse des Primars online?
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Rüdisser
Bis dato (2. Juni 2012) keine weitere Antwort!
Traurig, aber wahr - aber nicht unabänderlich!
Hier gibt's doch genug Leute, auch wenn nur einige der 150.000 monatlichen Usern und Userinnen von INFOGRAZ.at dies lesen, die Druck auf die Zuständigen machen können.
Wenn jemand ähnliche Erfahrungen hat, wir stellen dies gerne online.
Wir sollten endlich den Blick von den glänzenden Schuhen der selbsternannten „Götter in Weiß“ auf Ihre Augen lenken und uns wehren, wo immer es nötig ist. Es ist UNSER Geld, welches hier teilweise vernichtet wird und teilweise auch hinterzogen. Anders kann man es nicht nennen, wenn Geld aus dem Gesundheitssystem in private Taschen umgeleitet wird!
Wir sollten aber auch diejenigen nicht übersehen, die den Arztberuf nicht aus monetären Gründen gewählt haben und teilweise wirklich fast Übermenschliches leisten. Auch diese sollten vor den Vorhang! Sie sind sicher die Mehrheit der Ärzteschaft und leiden genauso an den „Kollegen und Kolleginnen“, die den Arztberuf in Misskredit bringen.
Ich sehe jetzt schon das nächste Mail eines professionellen und geschulten „Schreibers“ für INFOGRAZ.at: warum nennst Du nicht einfach die Fakten und trennst sie von den Kommentaren? Journalistisch richtig, aber in dem Fall bin ich zu betroffen. Aus diesem Grunde ist dies der letzte Beitrag von mir zu diesem Thema: die nächsten wird ein Redakteur verfassen.
Die von mir im letzten Beitrag zitierten PatientInnenrechte lassen den Schluss zu, dass ich sehr wohl ein Recht auf die o.a. Filme und auf eine 2. Meinung habe. Allerdings stammen die Unterlagen aus WikipediA und sind etwas "deutlandschlastig". Um dies abzuklären, werde ich jetzt in dieser Sache auch die PatientInnen- und Pflegeombudsschaft informieren.
Sollten Sie noch nicht genug von dem Thema haben, inzwischen gibt es noch eine Fortsetung!

Der komplette Tätigkeitsbericht 2010 der PatientInnen- und Pflegeombudsschaft zum Download
Gesetzliche Grundlage für die PatientInnen- und Pflegeombudsschaft zum Download
Mag. Heinz Rüdisser
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