Oper GrazZurück
Die Wiener Architekten des Büro Fellner & Helmer erbauten die Oper im neobarocken Stil als Stadttheater von Graz. Besonders tat sich der dort angestellte Architekt Franz Staerk hervor. Eröffnet wurde das Gebäude am 16. September 1899 mit einer Aufführung von Schillers Wilhelm Tell.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kuppeldach im Bereich des Haupteingangs bei einem Luftangriff beschädigt. Die relativ leichte Beschädigung wurde genutzt, um die Fassadefront zum Opernring hin stark zu vereinfachen. Diesem Umbau fielen der ganze Säulenportikus und der Fassadenstuck zum Opfer. Im Inneren blieb die Oper von Vereinfachungen verschont. So ist die opulenten Pracht der Prunkstiege und des 1800 Menschen fassenden, reich verzierten, Zuschauerraums erhalten geblieben. Eine in den 1980er Jahren hinzugefügte Glasbrücke, als Übergang von der Bühne zum neuerichtetem Kulissendepot, wurde vom Architekten Günther Wawrik errichtet und geht respektvoll mit dem Altbau um.