Orchester recreation - Karneval 23.2.
Montag, 23. Februar 09 (Rosenmontag), 19.45 Uhr – Stefaniensaal
Reihe classique
KARNEVAL
Ein tanzender Bär, ein schwebender Schwan, kriechende Schildkröten und ein Elefant im Porzellanladen. Bunt ist das Tiervölkchen, das sich auf dem Podium des Stefaniensaals einfindet, wenn Christopher Widauer den „Karneval der Tiere“ erzählt.
Den Bären bringt Papa Haydn ins Spiel – im Finale seiner 82. Symphonie. Mit welchem Teddybär der dreizehnjährige Felix Mendelssohn spielte, als er sein d-Moll-Konzert schrieb, wissen wir leider nicht. Vielleicht war es ja auch ein Zinnsoldat!
-
Camille Saint-Saëns: Karneval der Tiere
-
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Violinkonzert in d
-
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 82 in C, Hob. I:82, „Der Bär“
recreation – Großes Orchester Graz, Leitung & Violine: Wolfgang Redik, Erzähler: Christopher Widauer
Karneval der Tiere
Den „Karneval der Tiere“ („Le carnaval des animaux“) mit dem Untertitel „Grande fantaisie zoologique“ komponierte Camille Saint-Saëns im Januar 1886 in einem kleinen österreichischen Dorf. Hier verarbeitete er in nur in wenigen Tagen frühe Skizzen zum Carnaval, die aus einer Zeit stammten, als er noch als Klavierlehrer tätig war (1861/65). Die Gelegenheit, das Werk jetzt niederzuschreiben, war ein Konzert, das der damals bekannte Cellist Charles-Joseph Lebouc alljährlich am Fastnachtsdienstag gab. Am 9. März 1886 wurde der „Karneval der Tiere“, mit Camille Saint-Saëns und Louis Diémer als Pianisten, erstmals aufgeführt.
Das Werk für Kammerorchester mochte er aber dann doch nicht veröffentlichen, fürchtete er doch um seinen Ruf. Denn abgesehen davon, dass er in den Stücken allerlei Tierrufe durch die Instrumente imitierte, hatte er zudem mehrere seiner Berufskollegen (Jacques Offenbach bei den „Schildkröten“ und Berlioz beim „Elefant(en)“) veralbert. Auch Rossini bleibt nicht verschont, indem eine seiner Arien unter den Fossilien parodiert erscheint. Die waren zwar zu dem Zeitpunkt schon tot und hätten es ihm nicht verübeln können, gleichwohl mochte Saint-Saëns niemanden und demnach auch deren Bewunderer nicht verärgern. So erschien das Werk bei seinem Verleger Jacques Durand erst nach seinem Tode (16. Dezember 1921) und die erste postume Wiedergeburt des Werkes fand zur Karnevalszeit am 25. Februar 1922 unter der Leitung von Gabriel Pierné in Paris statt. Mehr dazu auf © WikipediA.
82. Sinfonie (Haydn) „Der Bär“
Joseph Haydns 82. Sinfonie in C-Dur, die den Namen „Der Bär“ trägt, ist die erste der sechs „Pariser Sinfonien“, die er im Auftrag der Pariser Freimaurerloge „Olympique“ schrieb. Diese unterhielt das größte Orchester ihrer Zeit (ca. 65 Musiker), die Konzerte waren allerdings nicht öffentlich, sondern nur für geladene Gäste und Mitglieder der Loge. Vermittler des Sinfonieauftrags war vermutlich der Leiter des Orchesters Joseph Boulogne Chevalier de Saint-George. Die Werke Nr. 82-87 entstanden in den Jahren 1786/87 in Wien. Der Beiname der Sinfonie Nr. 82 leitet sich vom Dudelsack-artigen Hauptthema des letzten Satzes ab, zu dem Haydn inspiriert wurde, als er auf der Straße einen angebundenen Tanzbären bewunderte.
Die Sinfonie besteht aus den in der Zeit der Klassik üblichen vier Sätzen. Sie beginnt schnell, es folgt ein langsamer zweiter Satz und ein Menuett und am Schluss steht das Finale. Mehr dazu auf © WikipediA.
-
Satz: Vivace assai
-
Satz: Allegretto
-
Satz: Menuett & Trio
-
Satz: Finale: Vivace