Paradise now, 25.6. um 19 Uhr
»Wir haben unglaublich viel Arbeit in die Vorbereitung dieser Operation gesteckt. Es hätte funktionieren müssen.« (Abu-Karem)
Die Freunde Khaled und Said könnten zwei ganz normale junge Männer sein. Und doch sind sie anders. Sie wohnen in einem besetzten Gebiet. Ihr Alltag wird bestimmt von Unterdrückung und Demütigungen. Eines Tages tritt Jamal mit einem Auftrag an die beiden Freunde heran – es ist der Moment, auf den sie ihr Leben lang gewartet haben, ihre Chance, als Helden in die Geschichte ihres Volkes einzugehen. Sie sollen gemeinsam als Märtyrer sterben und dabei feindliche Besatzer mit in den Tod nehmen. Für Said ist das die Möglichkeit, zu beweisen, dass er kein feiger Verräter ist wie sein Vater. Khaled hat gerade seinen Job verloren und weiß ohnehin nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Als bei der Aktion aber etwas schief läuft und Said und Khaled dadurch getrennt werden, sind sie plötzlich auf sich gestellt und haben Gelegenheit, noch einmal alles zu überdenken.
2005 kam »Paradise now« von Hany Abu-Assad und Bero Beyer in die Kinos. Der atemberaubende, kontroversielle Film wurde mehrfach ausgezeichnet und sogar für den Oscar nominiert. Konradin Kunze hat die Geschichte über die Psychologie zweier jugendlicher Selbstmordattentäter fürs Theater adaptiert, im Next Liberty kommt es nun zur Österreichischen Erstaufführung des umstrittenen Stoffes.
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Aufgrund des Umbaus am Thalia-Gebäude übersiedelt das Jugendtheater Next Liberty. Letzte Vorstellung dieser Saison an diesem Ort: 13. Mai 2011 „Das geheime Tagebuch des Adrian Mole“, danach übersiedelt das Ensemble mitsamt Bühnenbildern, Requisiten und allem drum und dran für die Dauer einer Saison in die Halle A der Grazer Messe.
Kategorien: Bühnen