Presse - GesprächZurück
Nächster Termin am 17.02.2010 um 10:00
Aktuelle Studien aus Österreich belegen: Die Suizidversuchsrate von Homo-sexuellen liegt fast 7x höher als bei Heterosexuellen. Über 90% aller Suizid-versuche von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen geschehen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren, also während des oft schmerzhaft erlebten Coming-out-Prozesses. Auch das Risiko, an einer Depression, Angststörung oder Drogensucht zu erkranken, ist bedeutend größer. In Familie, Schule und Arbeitswelt sind Schwule und Lesben in hohem Maß von Diskriminierungen betroffen.
Seit 01.01.2010 ist die „Eingetragene Partnerschaft“ möglich. Der Bedarf an zielgruppen-spezifischen Beratungsangeboten hat sich dadurch noch deut-licher erhöht. Das zeigt sich auch im Beratungsalltag von COURAGE.
Die vom Familienministerium anerkannte Einrichtung mit dem Schwerpunkt der Information und Beratung von homo- und bisexuellen Männern und Frauen, TransGender Personen und deren Angehörigen, öffnete im September 2009 auch in Graz ihre Pforten. Der 6-monatige Beobachtungszeitraum geht Ende Februar 2010 zu Ende. Trotz steigendem Beratungsbedarf ist die Zukunft von COURAGE-Graz ungewiss, abhängig von den finanziellen Mitteln, die von Bund, Land und Stadt zur Verfügung gestellt werden.
ReferentInnen:
Maga. Daniela GRABE, Gemeinderätin Stadt Graz, Grüne Andersrum Steiermark Dr. Elke LUJANSKY-LAMMER, Juristin, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft Graz/Stmk.
DSAin Jette MUSGER, Koordinatorin COURAGE Graz Univ.-Lekt. Mag. Johannes WAHALA, Psychotherapeut, Theologe, Leiter der Beratungsstellen COURAGE in Wien, Graz, Innsbruck; Präsident der Österreichischen Gesellschaft f. Sexualforschung Mag. Kurt ZERNIG, Vorsitzender RosaLila PantherInnen, Sozialdemokratie & Homosexualität