Styriarte, Quasi una fantasia, 17.7.
Beethoven: Klaviersonaten op. 27/1, op. 27/2 („Mondscheinsonate“) und op. 49/1
Markus Schirmer, Klavier
Mit „Mondscheinsonate“ ist recht harmlos umschrieben, was Beethoven in seiner „Sonata quasi una fantasia“ in cis-Moll vorschwebte: ein nächtliches Seelengemälde, ein Abstieg in die Nachtseiten menschlicher Existenz. Markus Schirmer setzt seine Erkundung der Beethovensonaten an scheinbar vertrauter Stelle fort. Mit Überraschungen ist zu rechnen.
Klaviersonate Nr. 14 (Beethoven)
Die Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll von Ludwig van Beethoven wird auch als Mondscheinsonate bezeichnet. Beethoven selbst gab seinem Werk den Beinamen „Sonata quasi una Fantasia“.
Aufbau
Der Begriff der Fantasie bezieht sich auf die ungewöhnliche Satzfolge der Sonate und die Schwerpunktverschiebung auf den letzten Satz. Damit lassen sich die für die herkömmliche Sonatenform untypischen Tempi der jeweiligen Sätze erklären.
Dem Werk fehlt der erste (schnelle) Satz in Sonatenhauptsatzform, den Sonaten dieser Zeit üblicherweise enthalten. So beginnt das Werk mit einem Adagio, das Allegretto-Scherzo steht in der Mitte, worauf sich ein schnelles, hochdramatisches Finale anschließt, das wieder die Struktur des Sonatenhauptsatzes aufweist. Auffällig ist auch, dass sich das Tempo von Satz zu Satz steigert:
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Adagio sostenuto (cis-Moll)
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Allegretto (Des-Dur)
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Presto agitato (cis-Moll)
Schon zu Beethovens Lebzeiten war die Mondscheinsonate eines seiner populärsten Klavierwerke - so beliebt, dass er selbst anmerkte, „doch wahrhaftig Besseres geschrieben“ zu haben. Sie gilt mit ihren formalen Freiheiten und ihrem emotionsbestimmten Stil als wichtiger Vorläufer der musikalischen Romantik. Ihr Formschema wurde später unter anderem von Robert Volkmann in seinem Klaviertrio b-Moll op. 5 aufgegriffen. Mehr dazu auf © WikipediA.

Markus Schirmer
Markus Schirmer (* 10. Juni 1963 in Graz) ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten österreichischen Pianisten der Gegenwart.
Biografie
Markus Schirmer studierte u.a. bei Rudolf Kehrer, Karl-Heinz Kämmerling, Paul Badura-Skoda oder Doris Wolf. Er tritt auf den wichtigsten Konzertpodien und Festivals auf: Wiener Musikverein & Konzerthaus, Herkulessaal & Philharmonie/München, Suntory Hall/Tokio, Wigmore Hall/London, Gewandhaus/ Leipzig, Rudolfinum/Prag, Konzerthaus Berlin, Megaron/Athen, Finlandia-Halle/Helsinki, Teatro Teresa Carreño/Carracas, Victoria Hall/Genf, Teatro Olimpico/Vicenza, Festival international de piano „La Roque d´Antheron“, Rheingau Musik Festival, Schubertiade, Bregenzer Festspiele, Klavierfestival Ruhr, Styriarte, Lucerne Festival, Mondseetage, IGNM-Weltmusikfest u.v.m.
Schirmer arbeitet mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten, so z.B. Wiener Philharmoniker, English Chamber Orchestra, Tokyo Symphony Orchestra, Wiener Symphoniker, Mariinsky Orchestra, Sinfonia Varsovia, Orchestre de la Suisse Romande, Radio-Symphonieorchester Wien, München, Leipzig, Tschechische Philharmonie, Finnish Radio Symphony Orchestra unter Valery Gergiev, Sir Neville Marriner, Lord Yehudi Menuhin, Jukka-Pekka Saraste, Michael Gielen, Philippe Entremont, Sir Charles Mackerras, Pinchas Steinberg, John Axelrod, Fabio Luisi, Roy Goodman oder Philippe Jordan.
Er begeistert sich besonders für Schubert, aber auch für Raritäten wie Brittens ironisches Klavierkonzert, die transzendenten Werke Szymanowskis oder Apostels „Kubiniana“. Kammermusik nimmt in seinem Schaffen einen großen Stellenwert ein. So musiziert er mit Julian Rachlin, Renaud Capuçon, Clemens Hagen, Christian Altenburger, Danjulo Ishizaka, Patrick Demenga, dem Artis-Quartett, dem Auryn Quartett, dem Chilingirian quartet, dem Gaede Trio u.v.a.
Markus Schirmer schrieb im Laufe der Jahre zahlreiche Lieder, unter anderem für die in Wien lebende portugiesisch-australische Sängerin Sandra Pires. Desweiteren widmet er sich künstlerischen Projekten, etwa „Scurdia”, eine 1998 von Schirmer initiierten Crossover-Partnerschaft mit dem kurdischen Lautisten Risgar Koshnaw und weiteren internationalen Ausnahmekünstlern.
Schirmer ist Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, wo er seit 2000 eine Konzertfachklasse für Klavier leitet und ist auch als Juror bei verschiedenen internationalen Klavierwettbewerben tätig. Er engagiert sich auch für „Live Music Now“, ein Projekt, welches seinerzeit von Lord Yehudi Menuhin zur Förderung musikalischer Hochbegabungen ins Leben gerufen wurde. Mehr auf © WikipediA und auf der Homepage des Künstlers. Sämtliche Bilder des Künstlers © BIG SHOT.