Night of the Jumps, 17. und 18. April 2009
Freestyle Motocross oder kurz FMX hat sich aus dem Motocross entwickelt. Ursprünglich wurden bei Motocross-Wettbewerben neben den eigentlichen Rennen zur Unterhaltung der Zuschauer Wettbewerbe abgehalten,
welcher der Fahrer mit seiner Maschine den besten bzw. schönsten whip schaffte. Bald begannen sich Fahrer nur auf diesen Wettbewerb zu konzentrieren, wodurch FMX allmählich zur eigenständigen Disziplin des Sports wurde.
Beim FMX springen die Fahrer mit leicht veränderten Motocross-Maschinen über Sprungschanzen („Kicker“).
In den wenigen Sekunden zwischen Absprung und Landung führen sie teils sehr waghalsige Manöver in der Luft aus. Je nach Wettbewerb werden ein einzelner Sprung oder eine Reihe von Sprüngen in vorgegebener Zeit von Kampfrichtern, den Judges, bewertet. Der Fahrer mit der höchsten Wertung gewinnt.
Zu den weltweit besten und erfolgreichsten Fahrern zählen Travis Pastrana (US), Nate Adams (US), Mike Metzger (US), Ronnie Renner (US), Mathieu (Mat) Rebeaud (CH), Jeremy „Twitch“ Stenberg (US) und Ailo Gaup (NOR). Die erfolgreichsten deutschen Fahrer (in Ermangelung von Österreichern) sind Sebastian (Busty) „Airwastl“ Wolter, Hannes „NSA“ Ackermann und Fabian (Fab) Bauersachs.
Die wichtigsten Wettbewerbe im FMX sind die X-Games, die Red Bull X-Fighters und die Night-of-the-Jumps-Serie.
Verwendete Motorräder
Die meisten Fahrer springen mit 250 cm³ 2-Takt Motorrädern. Diese haben die beste Übereinstimmung zwischen Leistung und Handling. Manche Fahrer benutzen 125-cm³–Bikes, welche ein besseres Handling haben, jedoch keine so gute Beschleunigung. Die Anlaufstrecke zu den Rampen in den FMX–Arenacontests ist normalerweise relativ kurz, so dass man mit einer 125-cm³–Maschine Probleme hat die benötigte Geschwindigkeit zu erreichen, um über die Rampen zu springen.
Übliche Veränderungen an den Maschinen
Anbringen von Haltegriffen (z. B. Travis Pastrana) oder das Einschneiden von Öffnungen an den seitlichen Plastikteilen unterhalb der Sitzbank - Dient dazu, um sich bei besonderen Tricks (bei Seatgrab-Tricks) festhalten zu können.
Manche Fahrer kleben dazu auch noch Skateboard-Griptape an die offenen Streben des Heckrahmen um zusätzliche Kontrolle und Sicherheit während der Sprünge zu erhalten.
Änderungen am Fahrwerk - Die Stoßdämpfer müssen für harte Landungen eingestellt sein, um die Landung bei sehr hohen oder langen Sprüngen zu dämpfen.
Kürzung des Hecks (hinterer Kotflügel) - Dies dient dazu, dass der Fahrer mehr Platz für seine Tricks hat. Inzwischen verzichten jedoch einige Fahrer auf diese Veränderung.
Verbreiterung der Fußrasten - Ermöglicht dem Fahrer einen sichereren Stand während der Tricks und helfen bei der Rückkehr auf die Rasten bei „no-footed“ Tricks. Zudem werden die bei der Landung auftretenden Kräfte besser auf den Fuß verteilt.
Hohe Lenker ohne Mittelstrebe um bei Tricks wie „Barhop“ oder „Shaolin“ nicht an der Mittelstrebe hängen zu bleiben
Flache Sitzbank um mehr Bewegungsfreiheit zu erreichen. Eine flache Sitzbank kann z. B. durch beschneiden/schleifen des Sitzschaums erreicht werden.
© WikipediA, wo Sie hier zu FMX oder hier zur "Night-of-the-Jumps-Serie" noch mehr Informationen finden. Die Tricks, die da gezeigt werden, erklärt man Ihnen auf dieser Seite!
