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Ristorante Pizzeria Sandro Corti - Engelbert Tschech

Typisch italienisch essen, zwar von den Preisen etwas höher, aber die Qualität passt. Mit diesen Worten in Gedanken sind mein Mann und ich in die Münzgrabenstraße gefahren.

Auf der Suche nach gutem italienischem Essen wurde mir von vielen meiner Freunde „das“ Corti empfohlen.

Wenn du typisch essen möchtest, dann geh am besten dorthin, ist zwar von den Preisen etwas höher, aber die Qualität passt. Dort musst du die Vorspeisen probieren, außerdem macht er den besten Hasen wo gibt, dann erst die Weine und das Personal ist ohnedies top!

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Das Palacio Loredan in Venedig
hat nichts mit dem Essen zu tun,
wohl aber mit dem Wein.
Außerdem ist es italienisch
und einfach schön.

Mit diesen Worten in Gedanken sind mein Mann und ich nun an einem Samstagabend in die Münzgrabenstraße gefahren, um endlich wieder einmal gut und lecker italienisch zu essen.

Der Tisch war reserviert, die Aufmerksamkeit der Kellnerinnen war zweifelsohne dezent, nicht aufdringlich und dennoch klar spürbar.

Die Empfehlungen abseits der Tageskarte klangen vielversprechend, aber letztlich wollte ich kosten, was mir empfohlen wurde bzw. was bereits andere, wie in der Karte offensichtlich beschrieben, empfehlen.

Zuerst unsere Speisefolge, dann meine Bemerkungen dazu:

Als Vorspeise hatten wir 1 Mal die Kaninchenleberpastete auf Weißbrot einmal den italienischen Salat

Als Hauptspeise folgte das Kaninchen in Kaffeesauce und ich hatte Bandnudeln mit Kaninchen.

Da wir zum Essen bevorzugt Rotwein trinken und ich in der Gastgewerbefachschule bereits vor 25 Jahren gelernt habe, dass man an sich zu jedem Essen den Wein trinken soll, der für sich selbst am optimalsten passt und man auf die Regel – weißes Fleisch – weißer Wein, rotes Fleisch – roter Wein nicht immer so viel Wert legen soll, war für uns die Qual der Wahl sehr klar.

Wir tranken einen Gasparini  Venegazzù, ein hervorragender Wein aus dem Veneto!!!

 

Gasparini Venegazzù,corti,grazer,kosten,karte,restaurant,kleine,wein,italien,essen,küche,wild,interpretation,rechnung,personal,italienischEs ist der historische Wein des Grafen Loredan und ist der vollste Ausdruck des Gebietes von Venegazzù.

Dieser aus den fünfziger Jahren stammende Wein ist das Ergebnis der höchsten Auswahl der Traubenreben des Betriebes, das ohne Zweifel die Avantgarde in der Interpretation von Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Malbec rappräsentiert.

Er wird in 18/20 Monate in großen Eichenfässer gereift.

© AZIENDA AGRICOLA CONTE LOREDAN GASPARINI di Palla Giancarlo

 

Bevor ich nun zu den Speisen komme möchte ich auch hier eines gleich vorweg nehmen!

Es ist meine persönliche Interpretation und mein Geschmackserlebnis,..

..weiters war ich bisher in Österreich maximal 10 mal italienisch Essen – davon öfters in Wiener Spitzenlokalen und gestern das 2. Mal in Graz. Von Pizza rede ich nicht, die hat einen anderen Stellenwert in meiner Genusswelt!!!

Das ist deshalb so, da ich der Meinung bin, dass man nirgendwo so gut wie im Süden Italiens oder maximal in der Emilia Romagna isst und ich wirklich extrem heikel bin, ob meiner vielen leckeren Genusserlebnisse in italienischen Familien und kleinen, unscheinbaren Lokalen, irgendwo am Land im Süden, wo sich kein Tourist jemals hin verirren würde!

Wenn also italienisch, dann bei mir daheim, denn ich weiß was ich tun muss, damit es danach schmeckt, wie ich es kenne!

Mich im Bezug typischer Küche zu überzeugen ist wahrlich nicht leicht und eine Herausforderung für alle, die es jemals versucht haben.

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Rustikaler Kaninchenbraten mit Kräutern. Die meisten Österreicher wissen, dass die Italiener begeisterte Jäger sind (nicht nur auf Singvögel). Dass sie daraus dann auch köstliche Gerichte machen, ist fast selbstverständlich.

Auf den Gruß aus der Küche hat man bei uns wohl vergessen, denn alle anderen Tische bekamen ihn, nur uns wurde lediglich Brot und Olivenöl zum Eintunken serviert.

Ob vergessen oder mit Absicht obliegt nicht meiner Beurteilung!

Die Vorspeise von Horst war sehr fein und geschmacklich ganz klar ein Erlebnis.

Die Leber war nicht im Vordergrund und trotzdem war die Mischung aus geröstetem Brot und der Pastete sehr ansprechend.

Mein italienischer Salat, dessen Dressing an die französische Leichtigkeit erinnern soll, war ein Potpourri an frischen heimischen Gemüsen, so wie leckerem Käse. Mit dem Dressing war es etwas zu gut und sauer gemeint und ich gestehe, ich hatte vergessen zu sagen, dass ich mir den Salat gerne selbst marinieren würde – eine Angewohnheit die ich aus Rom mitgenommen habe.

Meine Hauptspeise hat überzeugt, die Pasta war al dente und das Kaninchensugo stand nicht im Vordergrund,..

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Kaninchen aus der Pfanne

..sondern  harmonierte gut mit den Bandnudeln und dem zu erahnenden Gemüse. Es ist ein leckeres Gericht, das jedoch nicht besonders auffällig ob der Zubereitungsart ist.

Eine reine Enttäuschung war letztlich das Kaninchen in Kaffeesauce mit Ofengemüse.

Mein Mann hat das Fleisch noch gegessen – auf den Punkt gegart schmeckt anders, aber das ist wohl Auslegungssache, denn ich mag es, wenn es im Kern noch zart rosa ist.

Nun zur Sauce – also bei aller Hochachtung zum Chefkoch und seiner Interpretation von salzig, aber ich glaube, er scheint derzeit schwer verliebt zu sein, um es schön zu umschreiben, denn essbar war die nicht.

Man erkannte wohl den leicht bitteren Geschmack des Kaffees, aber damit war es dann auch schon genug der lobenden Worte. Das verbrannte und „letscherte“ Gemüse wollte er uns als frisch und im Ofen gegart schön reden und was wir als verbrannt empfanden, war die dunkle Farbe der roten Zwiebel – ok, dann muss es wohl eine Zwiebelsorte mit Röstaroma gewesen sein – kannte ich bisher nicht, aber es gibt ja bekanntlich nichts, das es nicht gibt.

Freundlich darauf hin gewiesen, kam der Chef, nachdem ich um die Rechnung bat und meine Businesscard auf den Tisch legte, aus der Küche. Seine erste Frage an uns war,

„warum haben sie dann überhaupt gegessen und nicht gleich zurück geschickt?“

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Zugegeben: nicht ganz fair im Vergleich mit den anderen Fotos. Unsere Kamera war nicht gut genug und außerdem ist es schwer, Speisen außerhalb des Studios zu fotografieren. Betrachten Sie es einfach als „Skizze des Dargebotenen“.  :)

Das in einer Art, die ich nicht als kundenfreundlich beschreiben würde, sondern die seinem Ruf, mit Kritikern seiner Küche hart ins Gericht zu gehen, ganz eindeutig entspricht.

Gesamt gesehen war für mich klar, dass ich nun wieder sehr lange kein italienisches Lokal betreten werde, denn ich war schwer enttäuscht wie uns der "Padrone" als Kunden „abserviert“ hat (das gäbe es in der Unart in Italien nie und nimmer nicht, denn dort ist man immer darauf bedacht eine „bella figura“ zu machen!) und das Essen, das wohl kreativen Anschein hat, aber mehr als diesen leider auch nicht, gibt es in Graz sicher in anderen Betrieben in ähnlicher Qualität.

Ristorante Pizzeria Sandro Corti - Engelbert Tschech

Text: Sabine Zettl – auch im INFOGRAZ.at-Blog ist sie stark vertreten. 

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