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Blasenschwäche – das geheime Leiden

Blasenschwäche, häufiges Leiden und den Betroffenen peinlich! Neben Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ist das Tragen von Windeln, Inkontinenzeinlagen hilfreich!

Betroffene schweigen oft lieber zu dem Thema, doch die Zahlen sind alarmierend: Knapp eine Million Menschen in Österreich haben eine schwache Blase. Auf einer Fachtagung in Linz können sich Ärzte, Apotheker, Pflegekräfte und Therapeuten nun über die neuesten Behandlungsmethoden informieren. Und auch als Laie kann man einiges tun, um einer schwachen Blase vorzubeugen.

Blasenschwäche ist ein Leiden, das vielen Menschen peinlich ist und das daher oft verschwiegen wird. Doch es tritt viel häufiger auf, als man vielleicht vermuten mag: Laut der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) sind allein hierzulande mehr als 800.000 Frauen und knapp 150.000 Männer betroffen – Tendenz steigend. Schätzungen zufolge leiden weltweit zwischen 50 und 200 Millionen Menschen an einer schwachen Blase. In Linz kommen am 21. und 22. Oktober zur 26. Jahrestagung der MKÖ Mediziner aus ganz Österreich zusammen (darunter auch 4 Referenten aus Graz), um neue Behandlungsmethoden vorzustellen. Denn den Betroffenen kann durchaus geholfen werden.

Betroffene sollten frühzeitig den Arzt aufsuchen

Gerade weil das Thema vielen so unangenehm ist, scheuen Betroffene häufig den Gang zum Arzt. Dabei sind die Chancen auf Heilung oder zumindest Linderung durchaus gut. Um die ideale Therapie zu finden, ist jedoch eine präzise Diagnose wichtig, denn es gibt mehrere Formen der Blasenschwäche und folglich auch unterschiedliche Behandlungsmethoden: Kann man den Harn vor allem bei anstrengenden körperlichen Tätigkeiten nicht halten, beispielsweise beim Heben schwerer Lasten, spricht man von einer Belastungsinkontinenz. Die Giggle- oder auch Lachinkontinenz kann einem im wahrsten Sinne des Wortes den Spaß am Leben verderben. Sie tritt vor allem bei Kindern auf, kann im Extremfall aber auch über die Pubertät hinaus andauern: Die Blase des Betroffenen entleert sich dabei, sobald er oder sie lacht. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht geklärt.

Blasenschwäche tritt überwiegend bei Frauen auf. Das hat teils leicht nachvollziehbare Gründe: Bei ihnen können Schwangerschaften etwa zu einer fortschreitenden Bindegewebsschwäche im Beckenbereich führen. Auch die hormonellen Änderungen während der Wechseljahre führen häufig zu einer Schwächung des Bindegewebes bzw. der Beckenbodenmuskulatur. In solch einem Fall kann unter Umständen die Hormonbehandlung mit Östrogen eine sinnvolle Therapie sein.

Blasenschwäche bei Männern

Der Anteil betroffener Frauen mag größer sein, dennoch haben auch zahlreiche Männer eine sensible Blase. Die Ursachen sind freilich meist andere als bei Frauen. In der Regel tritt Blasenschwäche bei Männern zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr infolge einer Vergrößerung der Prostata auf. Dieser Artikel bietet weitere Details zum Thema. Bei einer vorangegangenen Operation der Prostata oder aufgrund eines schwachen Beckenbodens kann es aber bereits bei relativ jungen Männern zum unkontrollierten Harnverlust kommen. Da ein veränderter Harndrang und Probleme beim Wasserlassen allerdings auch Symptome eines gefährlichen Prostatakrebses sein können, sollten Männer bei den ersten Anzeichen unbedingt einen Arzt konsultieren.

Sport und ein gesunder Lebensstil wirken vorbeugend

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Pilates als Beckenbodentraining zur Stärkung des Beckenboden, beugt Inkontinenz vor! Bei Blasenschwäche, häufiges Wasserlassen, Harndrang, Prostataentzündung sind Windeln für Erwachsene notwendig

Einer Blasenschwäche, die aus einer geschwächten Beckenbodenmuskulatur resultiert, kann man oft schon durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen. Denn Übergewicht etwa erhöht den Druck im Bauchraum und belastet den Beckenboden dadurch zusätzlich. Auch Rauchen bzw. das oft damit verbundene Husten stellen eine zusätzliche Belastung dar. Folglich hilft es bisweilen bereits, Übergewicht abzubauen und mit dem Rauchen aufzuhören. Empfehlenswert sind gezielte Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur und regelmäßige Bewegung. Viele Übungen lassen sich problemlos auch in den Büroalltag einbauen: Eine einfache Übung ist es beispielsweise, gerade auf seinem Schreibtischstuhl zu sitzen und für 10 Sekunden die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen – das Ganze wiederholt man dann fünfmal. Schon allein durch dieses Beckenbodentraining kann man das Risiko einer schwachen Blase erheblich senken.

Bildrechte: 

MARIA PILATES © Carolina Lunetta – flickr.com 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0)

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