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Mein Selbstversuch, und was ich daraus gelernt hab: Daniela Kummer

Am interessantesten daran finde ich, dass der Gedanke an zukünftige Zustände mehr „Glückshormone“ ausschüttet, als die tatsächliche Befriedigung des Bedürfnisses.

Es ist mir ja wirklich schon peinlich...sträflich vernachlässigt hab ich euch!

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Sie tun etwas, außer neue Falken produzieren: sie vermitteln uns einen Eindruck, wie Freiheit sein könnte!

Für Neueinsteiger: Entstehungsgeschichte dieses Selbstversuchs

Auch mein Tagebuch liegt seit Wochen unberührt herum... ts,ts, geschrieben hab ich so gut wie gar nichts, wenn man mal von ein paar e-Mails absieht und den 3 dicken, voll-geschriebenen, bzw. -gezeichneten Heften, die aus dem Online-Studium erwachsen sind.

Inzwischen ist der Frühling ins Land gezogen, alles blüht, die Zugvögel sind zurückgekehrt, und unsere Falken (nun bereits 3 Paare) tun gerade den ganzen Tag nichts anderes, als unter lautem Geschrei weitere Falken zu produzieren. :)

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Mein Selbstversuch wäre fast gescheitert, nicht weil mein Schweinehund zum Despoten geworden wäre, um mich in seinem Schreckensregime zu knechten, sondern weil wir hier den technischen Supergau hatten:

absoluter Internet-Zusammenbruch, mehr als zwei Wochen offline... absolut unpackbar!


.

Gleichzeitig hochinteressant, wenn man´s als weitere Form der Selbst-Studie betrachtet.

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Sooo einsam war die Insel auch wieder nicht – wir waren ja zu zweit in unserem Kampf gegen die Tücken der Technik!

Tatsächlich hatten wir ausreichend Zeit darüber nachzudenken, wie abhängig wir uns vom WorldWideWeb gemacht hatten. Meine bessere Hälfte traf´s ja fast noch härter, denn der wohnt geradezu im Netz. Seinem verbissenen Kampf ist es zu verdanken, dass wir schließlich doch wieder Anschluss an die Zivilisation fanden, aber bis dahin...uiuiui.

Zuerst dachte ich, ich dreh durch. Kam mir vor wie auf einer einsamen Insel ausgesetzt... ich Robinson, er Freitag (oder umgekehrt). Da ich vorher nicht schlau genug gewesen war, mir das Kursmaterial für meine Medical-Neuroscience herunterzuladen, sondern immer online gelernt hatte, fühlte ich mich nun nicht nur vom Wissen abgeschnitten sondern sah auch die Zeit bis zur nächsten Prüfung tatenlos verstreichen, was mich wahnsinnig machte.

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Streber werden bestenfalls gemieden – schlimmstenfalls gemobbt: meistens „nur“ Gedankenlosigkeit bei Kindern und Jugendlichen - und ein Versäumnis der Erwachsenen.

Ich war echt nie ein Streber, aber das Gehirn entwickelt und verändert sich ein Leben lang, und meines scheint offenbar zu einem Musterschüler mutiert zu sein. Ich bin nicht sicher, ob mir das sympathisch ist, denn Streber hab ich früher immer verachtet. Die waren fad und verdorrten hinter Büchern, während wir Party machten und nichts versäumen durften. Man konnte mit ihnen über Wissenschaft reden, aber wenn´s ums Leben ging, standen sie daneben. Wir diskutierten nächtelang über Gott, die Welt und vor allem die Liebe, während Streber schliefen, denn sie hatten am nächsten Morgen Vorlesungen. Hätte ich ja auch gehabt, aber schließlich muss man auch irgendwann mal schlafen. Tja...

Statt der morgendlichen Lern-Einheit begann ich wieder zu meditieren, was meine Ungeduld und meinen Grant zum Glück besiegte. Und es öffnete mir die Augen (das Auge müsste man wohl sagen ;) für die Welt um mich herum, die greifbare, analoge da draußen.

Ab diesem Moment hatte ich Ferien.

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“Inneres Lächeln“ sieht man den Menschen auch äußerlich an (nicht immer so kräftig;) ) und „Lächeln lügt nicht!“

Der Knopf ging auf, die nagende Ungeduld wich einer entspannten Langsamkeit, und das innere Lächeln kehrte zurück. Mit dem Lächeln kamen auch neue Ideen angeflogen und bezogen alte Nester in meinem Oberstübchen, das plötzlich frei genug war, mit ihnen zu spielen. Damit nicht genug, waren auch meine Hände inklusive Tastatur wieder frei genug, die Ideen zu formulieren, zu evaluieren und auf Schiene zu bringen. Ich freu mich schon so... aber dazu ein andermal.

Als endlich alle technischen Probleme behoben, alles neu konfiguriert und was weiß ich was noch alles fertig gestellt war, fühlte sich wiederum „online“ ein wenig fremd an.

Ob meine Facebook-Freunde mich bereits vergessen hatten? Ob ich überhaupt noch Lust hatte dort einzusteigen? Ob ich jemals schaffen würde, die Prüfung zu bestehen? Was heißt „jemals“... in vier Tagen??? Ziemlich krasse Idee, den Stoff von 3 Wochen in 96 Stunden absolvieren zu wollen... mir wurde leicht schwindelig bei dem Gedanken, aber

mein neues Streber-Hirn ließ keine Laschheiten zu und saugte sich voll.

Mein mittlerweile völlig Spaß-befreiter Schweinehund rannte kopfschüttelnd davon und fand bei einer lieben Freundin Unterschlupf, die selbst eine hübsche Schweinehündin ihr Eigen nennt. Für etwaige Unfälle übernehme ich keine Verantwortung!

12 Wochen zusammengefasst:

Meine ursprünglich hoch gesteckten Ziele habe ich nicht alle zu 100% erreicht, aber das macht nix, denn die Aktion an sich, das Herantasten an die eigenen Grenzen, war erlebenswert. Selbst-Geißelung ist nicht meins, soviel hab´ ich herausgefunden ;)

1.)
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Daniela! Da musst Du noch einmal nachlernen. Kaffee ist in „haushaltsüblichen“ Mengen ausschließlich gesund und zu Recht in goldenen Behältern aufbewahrt!

Mein Kaffee-Konsum hat sich drastisch verringert. Übrig geblieben sind nur noch die Genuss-Kaffeetscherln, die köstlichen, die zum Tratscherl mit Freunden gehören.

Die „mach mich wach“-Kaffees gibt´s nun in meinem Leben nicht mehr.

Statt dessen gönne ich mir kurze Powernaps mit Entspannungs-Brainwaves wenn ich müde bin. Das dauert gleich lang wie eine Kaffee-, oder Rauchpause, danach bin ich allerdings wirklich wach und frisch im Kopf. Schluss mit Magenweh und Fahrigkeit. Und das fühlt sich gut an!

 
2.)
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Das Limbische System rot eingefärbt -
nicht nur für "Marketingstrategen" und
"Kampf-Keiler" wichtig.

Das menschliche Belohnungs-Bedürfnis, das ich Rahmen der Medical Neuroscience genauer durchleuchten durfte, existiert nicht nur in meinem Kopf, wir alle laufen damit herum. Ausschlaggebend ist die „Programmierung“.

Ein Mensch der sich nie daran gewöhnt hat, „Belohnungen“ wie Rauchwerk, Alkohol, Drogen, etc. als solche zu verstehen, hat andere neurobiologische Voraussetzungen als einer, der sich nach einem anstrengenden Tag mit „Lustigmachern“ entspannt.

Der braucht nämlich nur an seine „Belohnung“ zu denken, und schon machen sich Dopamine in seinem Gehirn auf den Weg. Mittels paralleler „Schaltkreise“ werden nun Emotionen wach (Limbic Loop), die auf Ausführung drängen (Prefrontal Loop), und schließlich den Körper in Bewegung setzen, um die Belohnung herbeizuschaffen (Motor Loop).

Am interessantesten daran finde ich, dass der Gedanke an zukünftige Zustände mehr „Glückshormone“ ausschüttet, als die tatsächliche Befriedigung des Bedürfnisses. Wie unsere schöne, klare Sprache (der wir zu selten Aufmerksamkeit schenken) ohnehin schon sagt: Sucht.

Sucht kommt von suchen!

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„Das ganze Leben ist Chemie“ – dennoch möchten wir in den wichtigsten Grundnahrungsmitteln nur das, was die Natur vorgesehen hat – das reicht auch immer sehr gut!

Ich konnte mich in zähen Verhandlungen mit dem Schweinehund, auf folgende Variante einigen:

Ja, ich darf mich belohnen, aber die Belohnung selbst sollte wirklich vom Feinsten sein, denn nichts Geringeres hab ich verdient ;)

  • Alkohol ja, aber nur den, der mir am besten schmeckt und der sich gesünder anfühlt weil er völlig auf Chemie verzichtet und auch nicht kommerziell hergestellt wird.
    Welches Bier, welcher Wein (mit wenigen Ausnahmen natürlich) kann von sich behaupten, keine Spritzmittel zu verwenden? Jeder kann nachlesen, was in Österreich zugelassen ist und was wohl auch verwendet wird.

Also ehrlich Leute, ich hab keine Lust Hexythiazox, Spirodichlofen, Flonicamid und dergleichen zu schlucken, während man das „Reinheitsgebot“ rühmt...das ist verlogen!

Die Liste der zugelassenen Pestizide allein für Bier ist 5 Seiten lang.

Verglichen mit der, die für Wein erlaubt ist, ist das gar nichts, denn diese ist 17 Seiten lang.

Sorry, da kann das Tröpferl noch so edel sein, mir ist das unheimlich!  

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 „Frisch – saftig – steirisch“ – besonders dann, wenn kundige Menschen das Produkt z.B.: zu Cider als Getränk veredeln!

Wenn ich mich also schon mit Alkohol belohnen möchte, dann soll der bitte wirklich ehrlich und naturbelassen sein. Dieses Getränk hab ich wiedergefunden und kann es kellerkalt oder eisgekühlt weiterempfehlen: HAIDER-CIDER! Alles andere ist Most! * Anmerkung der Redaktion: eindeutig Schleichwerbung! :(

Mein Freund Karli, der ihn herstellt spritzt seine Äpfel nicht. Er verkauft auch nicht im Supermarkt und produziert eben, so viel die Bäume hergeben. Das aber mit unglaublich viel Gefühl und enormem Fachwissen.

Und was dabei rauskommt, schmeckt immer ein kleines bissi anders, denn kein Tag im Leben gleicht dem anderen und das darf man ruhig auch schmecken. HAIDER-CIDER macht glücklich. Mich jedenfalls.

 
3.)
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Zweite Enttäuschung, Daniela! Es gibt überhaupt kein Argument für das Rauchen, aber hunderte dagegen. Es ist auch nicht schwer, aufzuhören - mit den richtigen Helfern, fast nicht mit Gewalt!

Rauchen darf ich auch, aber meistens verspür ich keine große Lust dazu.

Die Zigaretten, die seit Wochen in meiner Schublade liegen, sind bereits ziemlich hart und ausgetrocknet. Reizt mich nicht.

   
4.)

Mein größter Auftrag war dieses Online-Studium der medizinischen Neurowissenschaften. Ich wollt´s wirklich wissen! Einerseits von notorischer Neugier getrieben, andererseits auf den Beweis fixiert, dass das Gehirn mittels Gehirnwellen-Synchronisation wirklich besser funktioniert.

Dieser Beweis ist (zumindest bei mir) gelungen!

Ich habe mithilfe von Mindmusic wesentlich besser gelernt, als früher zu Schul-, und Unizeiten, obwohl fast 30 Jahre dazwischen liegen!

Also: lasst euch nicht einreden, dass ihr „abbaut“!

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Kinder haben keine Scheu vor Bewegung und Tanz. Warum werden meistens so gehemmte Erwachsene daraus?

Unser Gehirn ist plastisch, es kann immer und immer weiter wachsen, was die synaptischen Verschaltungen betrifft, und auf die kommt´s an!

Also denkt, spielt, rätselt und lernt immer wieder was völlig Neues.

Das hält frisch im Kopf. Und das allerwichtigste am Schluss: B E W E G U N G!

Also raus in die Natur, es ist Frühling!

Und traut euch endlich zu tanzen, keine andere Bewegungsform ist besser für Kopf und Körper!

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Tanzen – Glück – Freiheit – Gesundheit….

Je komplexer die Bewegungsmuster, je gefinkelter die Moves, je neuer die Herausforderung, desto besser! (...wenn wir schon dabei sind: das ist sowas, was neben Fitness auch Koordination und motorische Intelligenz deutlich in die Höhe schnellt, wenn man dranbleibt )

So. Meine Zeit vor dem Bildschirm war lang und intensiv. Nach drei Monaten „Input“ will nun jede Menge „Output“ raus, ich muss los ;)

Danke fürs Zulesen wir sehen einander hoffentlich bald wieder ;)

Alle Texte von Daniela Kummer auf INFOGRAZ.at 

Bilder und Bildunterschriften in diesem Beitrag eingefügt von der Redaktion INFOGRAZ.at

TEXTA - ATTWENGER so schnö kaust gor net schaun - SteirerStepp gehört wahrscheinlich zu den coolsten Moves unter der Sonne ;) Rhythmus pur, denn du lernst ihn selbst zu steppen!

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Euch kann ich´s ja sagen – nichts, aber schon absolut überhaupt gar nichts ist mir heiliger.. Wie kann ich dem Pferd gerecht werden? - fragt sich Daniela Kummer.