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Apfelwein aus der Steiermark - der steirische cidre bzw. cider?

In der Südsteiermark gedeihen derzeit tausende Äpfel, die im Herbst geerntet und zur Produktion des Apfelweins MANA verwendet werden sollen.

Gemeinsam mit den Fans zur Apfelernte

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Äpfel im Weinkeller unter Obhut eines Winzers – jahrhundertelange Tradition und regionales Knowhow sorgen für ein perfektes Produkt.

Manamana,Apfelwein bestellen,kauf lokalIn der Südsteiermark gedeihen derzeit tausende Äpfel der Sorte Idared, die im Herbst geerntet und zur Produktion des Apfelweins MANA verwendet werden sollen. Dafür wollen die beiden Grazer Markus Kehrer und Natalie Resch vor allem Äpfel 2. Klasse verwenden, die von den Landwirten mit ihren Ecken und Macken nur schwer verkauft werden können. Damit die beiden Jungunternehmer dennoch faire Preise zahlen und nach einer erfolgreichen Testabfüllung ihren Apfelwein in größerem Stil produzieren können, bitten sie auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit ihre Fans und Kunden um Mithilfe.

Das Crowdfunding war erfolgreich und Mana ist in vielen Lokalen erhältlich. Sie können die köstliche Erfrischung jetzt auch mit diesem QR-Code bestellen. Mit normalem QR-Code-Scanner - der die App installiert.

Wolfgang Gumpelmaier hatte damals die beiden für INFOGRAZ.at zu ihrem Vorhaben interviewt:

Markus Kehrer & Natalie Resch - Reisen bildet und bringt (hoffentlich erfolgreiche) Ideen

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Pioniere bei einer an sich klaren Sache: das Einkommen der Landwirte aufbessern und der Verschwendung etwas Einhalt gebieten!

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INFOGRAZ.at: Ihr habt euch vor einem Jahr dazu entschieden, in die Getränkeproduktion einzusteigen und mit MANA einen steirischen Apfelwein zu erzeugen. Wie kam es dazu?

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Frankreich ohne Cidre, Großbritannien ohne Cider – schwer vorstellbar. Dass gerade das Apfelland Steiermark diese Marktlücke sehr spät entdeckt…

MANA:

Mit einem gewissen Abstand sieht man bekanntlich Dinge besser. Beim Cider* bzw. Apfelwein trinken in einem fernen Land haben wir uns gefragt, warum es so ein erfrischendes Getränk nicht bei uns in der Steiermark, dem Apfelland Österreichs gibt. Und weil wir wussten, dass der Landwirt für den Apfel fast nichts mehr bekommt, – ich (Natalie) bin ja auf einem Apfelhof aufgewachsen, kam eines zum anderen. Wir haben beschlossen selbst einen Apfelwein zu machen, und..

... Äpfel zu verwenden, die am Markt aufgrund ihrer Klasse 2 Deklaration – obwohl sie qualitativ hochwertig sein können – nichts mehr wert sind und dafür faire und stabile Preise zu zahlen.

* Zider/Cider ist ein Getränk aus einem Gemenge von Fruchtsaft mit Obstwein derselben Obstartgruppe, das bis zu 5 % vol. vorhandenen Alkohol + Kohlensäure enthält.

MANA ist im Gegensatz dazu ein Apfelwein.

Wir haben bewusst auf die Beimengen von Apfelsaft verzichtet um den puristischen Geschmack hervorzuheben und auf die Süße zu verzichten.

INFOGRAZ.at: Dabei geht es euch ja nicht nur darum, ein neues Getränk auf den Markt zu bringen, sondern vor allem auch um faire Produktionsbedingungen. Im gewissen Sinn also auch um Nachhaltigkeit?

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Das Außergewöhnliche fällt positiv auf. Dass Landwirte solche Früchte aussortieren und erst recht der Handel (weil die Konsumenten es so wollen?), für vernunftbegabte Menschen unverständlich!

MANA:

Nachhaltig ist ja so ein strapaziertes Wort. Mit Blick auf die Zukunft, also auf lange Sicht möchten wir langsam die Produktion steigern und so mehr und mehr Landwirten Äpfel zu fairen Preisen abkaufen. Und wenn sich der Apfelwein in der Steiermark etabliert und als Getränk aufgewertet wird, dann können wir das erreichen. Eben auf lange Sicht. Und die MANA-Genießer werden merken, dass es auf „innere Werte“ ankommt und nicht auf eine polierte Schale. Dass man auch nur einmal im Jahr produzieren kann, dass man nicht 24h, 7 Tage die Woche, das gesamte Jahr ständig alles – eben auch Dinge, die nicht gerade wachsen – haben muss.

Qualität solange der Vorrat reicht.

Ein bisschen Bewusstseinsbildung möchten wir schon auch betreiben.

Und wir zählen auf regionales Know-how und personelle Ressourcen. Warum sollen wir eine Billig-Druckerei aus dem Internet engagieren, wenn wir mit einer klein-strukturierten Druckerei aus der Steiermark zusammenarbeiten können, zu der wir im Laufe der Zusammenarbeit dann auch eine freundschaftliche Beziehung aufbauen.

INFOGRAZ.at: Wie funktioniert das im Detail? Wie kann man sich den Ernte- und Produktionsprozess von MANA vorstellen?

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Die Natur braucht Verschwendung, um zu ‚funktionieren‘. Variantenreichtum in Form und Geschmack – erst durch die Bewertung der Menschen wird manches ‚unwert‘.

MANA:

Meine Eltern (Natalie) kümmern sich das gesamte Jahr mit großer Aufopferung um den Apfelhof. Bei der Ernte ab August hilft dann die ganze Familie, manchmal auch Freunde mit. Sich Erntehelfer zu leisten, ist meist unmöglich – auf Hinblick auf den Preis/Kilo. Wir nehmen jene Äpfel, die naturgegeben verformt sind, vielleicht Hagelschäden haben. Eben vom Markt in der Qualität aufgrund ihres Aussehens nicht der Größen- und Farbennorm entsprechen.

Gepresst werden die Äpfel dann direkt am Hof.

Frischer könnte der Apfelsaft nicht sein.

Er ist die Grundlage für unseren Apfelwein.

Die Fässer holt unser Winzer Reinhard Muster ab und bringt sie zu seinem Weingut, das einen Weinberg entfernt liegt. In seinen Kellerräumen reift der Apfelwein über Monate heran. Es läuft ein Fermentierungsprozess ähnlich dem Wein aus Trauben. Es wird immer wieder verkostet. Dann wird er filtriert. Das geschieht nicht chemisch mit Gelatine, sondern technisch. Das bedeutet, MANA-Apfelwein ist auch für Veganer zu genießen. Dann wird der Apfelwein mit Kohlensäure versetzt – nicht gespritzt – um das natürliche Perlen zu unterstreichen und für die richtige Spritzigkeit zu sorgen.

Weil der Apfelwein durch diesen Vorgang an natürlich leichter Süße verliert, wird vorab ein wenig natürlicher Zucker zugesetzt. Nur gerade soviel, dass der Geschmack rund und nicht herb ist. Dann werden die 0,33 l Flaschen gefüllt und verpackt. Von der Blüte bis zur fertigen Flasche sind wir also immer ganz nah dran am Produkt.

INFOGRAZ.at: Apropos Ernte - ihr habt eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um euch finanzielle Unterstützung für den nächsten Schritt eures Vorhabens bei euren Fans zu holen. Was erwartet uns hier?

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Ein Obstkorb aus der Steiermark: gerade die Verschiedenheit, die Vielfalt macht auch hier den Reiz aus.

MANA:

Wir sehen das Crowdfunding als Einbindung unserer Kunden/Partner/Freunde in den aktiven Prozess. Wir möchten gemeinsam mit ihnen eben jene Äpfel retten, die es sonst nicht in den Handel schaffen und nicht verwertet werden. Die Kampagne ist aus mehreren Gründen wichtig für uns:

Einerseits kommt durch so ein Crowdfunding nur jenes Produkt auf den Markt, das auch tatsächlich von den Endverbrauchern gewünscht wird.

Andererseits können wir so auf das immer größer werdende Problem der perfekt normierten Wegwerfgesellschaft hinweisen, die aus einem ausufernden Kapitalismus entstanden ist.

Wir möchten Teil der Trendwende sein und aktiv etwas dagegen tun.

Unsere Crowdfunding-Kampagne soll uns helfen, die Ernte für den Herbst bereits jetzt finanzieren zu können. Wenn uns das gelingt, können wir weitere Äpfel, diesmal in größerer Stückzahl, retten und gleichzeitig einen fairen und vor allem stabilen Preis dafür bezahlen, sodass sich die Arbeit – auf lange Sicht – wieder lohnt. Wir haben zu diesem Zweck auf der Plattform „wemakeit“ unser MANA-Projekt platziert und detailreich vorgestellt. Es ist auch ein kurzes Video zu sehen (siehe auch unten).

Das Crowdfunding ist nicht als Spendenaktion zu sehen, sondern man unterstützt uns und bekommt dafür Belohnungen. Diese Belohnungen sind zum Beispiel das Produkt selbst, also der MANA-Jahrgang 2015, oder aber andere Dinge, die man sich sonst nicht kaufen kann. Wir bieten Unterstützern an,

  • dass wir ihnen einen Apfelbaum pflanzen und so der Natur ein Stück zurückgeben, 
  • sich Tipps zur Apfelbaumpflege direkt vom Experten holen,
  • einen Erlebnistag direkt bei der herbstlichen Ernte verbringen,
  • beim MANA-Herbstfest inmitten der Apfelbäume dabei zu sein,
  • oder sich eine eigene Etikettenausführung für den Jahrgang 2015 entwerfen zu lassen.

Zusätzlich schalten wir immer wieder Belohnungspakete mit Kooperationspartnern frei. Zurzeit kann man sich beispielsweise exklusive Workshops von blueLAB zum Vorzugspreis kaufen und uns somit unterstützen.

INFOGRAZ.at: Wie soll es dann nach dem Crowdfunding weitergehen? Was sind die nächsten Schritte?

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Vom Apfel bis zur fertigen MANA-Flasche braucht es unzählige Schritte. Anhand der weißen Linien auf den Flaschen kann man sehen, welcher Schritt wie viel Prozent der Kosten / Flasche circa einnimmt.

MANA:

Jetzt ist das Crowdfunding zunächst einmal angelaufen und bis jetzt sind wir von der Reaktion begeistert, unsere Idee scheint gut anzukommen. Ziel ist es nach 6 Wochen 8.000 Euro gesammelt zu haben, dann können wir die Ernte für den Jahrgang 2015 sichern. Je mehr Geld wir zusammen bekommen, desto mehr Produktionsschritte über die Ernte hinaus können wir einleiten. Das heißt, es ist auch möglich mehr als diese 8.000 Euro über das Crowdfunding einzusammeln. Dann wären wir noch ein Stück weiter, noch ein Stück näher am Endprodukt, der fertigen MANA-Flasche. Wir haben uns bemüht, für jeden Geschmack ein Belohnungs-Paket bereitzustellen. Es ist auch etwas für jede Geldbörse dabei, gestaffelt von ganz kleinen Beträgen bis hin zu großen, die vielleicht auch für Firmen interessant sein können.

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Mögen die Fans der Gleichheit, der Perfektion, die teurere Ware bevorzugen – was hier manchen negativ auffallen würde, erhält Sinn in einem tollen Getränk!

Nach dem Crowdfunding können wir als ersten Schritt die Apfelernte, also den wichtigsten Bestandteil von MANA, sichern. Danach müssen die weiteren Produktionsschritte und ihre Finanzierungen eingeleitet werden. Neben dem Online-Crowdfunding wird es auch die Möglichkeit geben, in Form von Privatkrediten direkt in unser Projekt zu investieren. Die Investition soll natürlich mit einer entsprechenden Rendite vergütet werden.

Ab August folgt dann der wichtigste Schritt, die Apfelernte, bei der wir natürlich fleißig mitanpacken werden. Danach werden die Äpfel gepresst und zu Apfelwein fermentiert. Anfang 2016 soll dann MANA Jahrgang 2015 zum Verkauf bereitstehen.

INFOGRAZ.at: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

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Perfektion ist der größte Makel – wer alles ist, kann nichts mehr werden.

Maik Alwin

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