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Wieder modern - wie Manschettenknöpfe richtig zur Geltung kommen

Es ist noch nicht allzu lange her, da galten sie als unmoderner Schmuck der oberen Gesellschaftsschicht. Und dabei ist die Geschichte der Manschettenknöpfe deutlich älter als die ihrer Träger.

Die Manschettenknöpfe sind zurück!

Sie hatten ein "verstaubtes" Image, mit dem besonders junge Männer kaum etwas anfangen konnten.

Die Rede ist von Manschettenknöpfen. Doch was lange Zeit nur eine Nebenrolle in der Mode spielte, erlebt zurzeit ein echtes Revival. Der Manschettenknopf ist endlich zurück als Stilmittel modebewusster Herren jeden Alters.

Die Zeitreise der Manschettenknöpfe

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Satz von vier Goldton Manschettenknöpfen, Geschenk von Königin Elizabeth II. Mit einer Emailziffer der britischen Krone

Aufzeichnungen zufolge trat der Manschettenknopf in Europa erstmals im 17. Jahrhundert in Erscheinung. Bevor diese schmückenden Helfer bekannt wurden, nutzte man häufig einfache Bänder, um die Ärmel zurückzubinden und somit besser vor Wind und Wetter zu schützen.


Da die ersten Manschettenknöpfe meistens aus Silber oder Gold hergestellt wurden, konnten sie sich anfangs nur sehr wenige Menschen leisten. Aus diesem Grund feierte er seinen richtigen Siegeszug auch erst zum Ende des 19. Jahrhunderts. Als die industrielle Revolution Einzug hielt, konnte man die Manschettenknöpfe aus anderen Materialien deutlich günstiger herstellen und sie somit der breiten Masse zugänglich machen. Praktischerweise wurden in dieser Zeit auch das Herrenhemd und die Doppelmanschette populär. Bis zur Wiederentdeckung im 20. Jahrhundert wurde es leider lange still um den Manschettenknopf. Er geriet immer mehr in Vergessenheit. Doch dann erkannten große Juweliere das Potential dieser Schmuckstücke und brachten sie zurück in die Garderobe der Herren. Sie stellten Manschettenknöpfe her, die sich an den Werken bekannter Künstler orientierten und trafen damit genau den Nerv der Zeit.


Als man in den wilden 70er Jahren dann die Doppelmanschette durch einfache Umschlagmanschetten ersetzte, wurde der Manschettenknopf auch für junge Leute wieder sehr viel interessanter. Als Umschlagmanschette bezeichnet man auch heute noch überschnittene Ärmel in Überlänge, die nicht knöpfbar sind. Vielmehr schlägt man die Ärmel um, so dass sie doppelt liegen. Und knöpfbar werden diese Umschlagmanschetten dann durch den Einsatz der Manschettenknöpfe. Es ist sicher auch der Erfindung der Umschlagmanschetten zu verdanken, dass die Knöpfe in den 90er Jahren einen regelrechten "Hype" erlebten. Immer mehr Herrenausstatter experimentierten jetzt mit diesem Schmuck und es wurden zum Teil ganze Kollektionen entworfen.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt...

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Frühlingsfest M. Sarar

Wer sich heute auf die Suche nach Manschettenknöpfen macht, hat es schwer. Denn das Angebot ist unglaublich vielfältig. Die Hersteller überbieten sich mit originellen Formen und experimentieren mit den unterschiedlichsten Materialien. Es kommen längst nicht mehr nur Silber oder Gold zum Einsatz. Auch Halbedelsteine verleihen dem Manschettenknopf von heute sein ganz besonderes Aussehen und machen ihn zu einem wertvollen Begleiter. Einige Manschettenknöpfe können durch den Einsatz hochwertiger Edelsteine sogar zu einer echten Geldanlage werden! Deutlich günstiger, aber nicht weniger beliebt ist das Material Emaille. Es wird auch Schmelzglas genannt und wurde bereits im 19. Jahrhundert als schützender Überzug für Schmuck oder Haushaltsgegenstände genutzt. Emaille besteht aus Oxiden und Silikaten, die mit Hilfe hoher Temperaturen zu einer glasartigen Substanz verschmolzen werden. Oft mischt man Farben oder andere Zusätze unter und trägt die Emaille dann auf ein sogenanntes Trägermaterial auf. Meistens besteht das Trägermaterial aus Glas oder Metall. Es versteht sich von selbst, dass es sich besonders gut für die Herstellung von Manschettenknöpfen eignet. Es ist verhältnismäßig günstig in der Produktion und vielfältig einsetzbar. Aus diesem Grund verwenden es noch heute viele der Hersteller. Neben interessanten Materialien werden auch ganz besondere Formen angeboten. Eine davon ist der Seidenknoten. Das sind ganz besondere Manschettenknöpfe, die aus ineinander verflochtenen Seidensträngen bestehen. Manschettenknöpfe aus Seidenknoten verleihen besonders einem legeren Outfit das gewisse Etwas. Allerdings bedarf es zu einem perfekten Aussehen noch weit mehr als nur den richtigen Manschettenknopf...

Die Partner der Manschettenknöpfe

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Elegant: Manschettenknöpfe in Gold und Silber

Besonders edel wirkt ein Anzug nämlich nicht nur durch den Einsatz der richtigen Manschettenknöpfe, sondern vielmehr durch die richtige Kombination einzelner Stilmittel.


Neben einem gutsitzenden Anzug sollten natürlich auch die Accessoires mit Bedacht gewählt werden. Dazu zählen neben Manschettenknöpfen auch Krawattennadeln, die richtigen Hemden, Gürtel, evtl. Einstecktücher, Socken und natürlich die Schuhe. Man(n) sollte beim Kauf auf hochwertige Materialien achten, die farblich aufeinander abgestimmt sind. Die Basis - also Anzug und Hemd dürfen nicht billig wirken. Denn das kann auch ein Manschettenknopf nicht mehr retten und man wirkt schnell verkleidet. Je nach Anlass sollte man außerdem auf allzu knallige Farben verzichten. Wobei natürlich erlaubt ist, was gefällt. Gute Herrenausstatter bieten Krawattennadeln und Manschettenknöpfe oft im Set an, damit auch beides gut miteinander harmoniert. Sie erklären auch gerne, wie man Manschettenknöpfe und Co. richtig anlegt. Einen kleinen Vorgeschmack dazu geben wir Ihnen gerne nachfolgend.

Wie legt man Manschettenknöpfe richtig an?

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Mit einer liebevollen Unterstützung geht’s am besten.

Zunächst klappt man die Umschlagmanschetten der Ärmel um, so dass die Löcher aufeinanderliegen. Dann steckt man den Manschettenknopf so hindurch, dass die dekorative Seite sichtbar außen liegt. Die Sicherung des Knopfs erfolgt durch einen speziellen Verschluss. Manschettenknöpfe können auf verschiedene Art und Weise verschlossen werden. Entweder wird mit einem Kugelverschluss gesichert, der mit einer Klappmechanik funktioniert, oder einem Walschwanzverschluss, bei dem eine kleine Stange gedreht wird. Daneben gibt es aber auch einfachere Verschlüsse wie z. B. einfache Kugelstecker oder Knöpfe, deren Benutzung selbsterklärend ist. Es lohnt sich, vor dem Kauf einen Blick auf den Verschluss zu werfen. Denn das kann unter Umständen beim Anlegen später ein Problem werden. Ein kleiner Tipp dazu: Man kann die Knöpfe leichter anbringen, bevor man das Hemd anzieht, denn dann kann man dazu beide Hände benutzen. Nur, wenn man die dekorative Seite auch sieht, können Manschettenknöpfe ihre Wirkung voll entfalten.

Aber warum sind sie so ein tolles Accessoire und worauf sollte man generell achten?

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Art-déco-Manschettenknöpfe, 1930er Jahre

Manschettenknöpfe sind längst nicht mehr konservativ. Sie werden nicht mehr nur in Berufen wie Banker oder Börsenmakler getragen. Vielmehr kann man(n) seine Individualität damit optimal zum Ausdruck bringen und seinen Typ unterstreichen. Wussten Sie, dass in England Manschettenknöpfe schon lange zum guten Ton gehören? Dort weiß man schon lange um die Wirkung der kleinen Schmuckstücke und sie sind aus dem Berufsalltag kaum noch wegzudenken. Auch hierzulande entdecken immer mehr Männer Manschettenknöpfe als schönes Accessoire wieder. Vor allem junge, modebewusste Männer drücken sich mit den verschiedenen Formen und Farben aus. Sie sind jung und unangepasst? Dann passt vielleicht ein Manschettenknopf in Form eines Totenkopfs zu Ihnen. Oder doch lieber klassisch in Form eines Seidenknotens? Es gibt kaum Grenzen...Trotzdem sollte man einige Details beachten, wenn man die kleinen Schmuckstücke stilsicher tragen möchte. Da wäre zunächst einmal das richtige Hemd. Das sollte möglichst unifarben und aus einem guten Material sein. Bunt bedruckte Hemden lassen den Manschettenknöpfen nur wenig Raum, um zur Geltung zu kommen. Vor der Auswahl der passenden Manschettenknöpfe sollte man sich außerdem überlegen, zu welchem Anlass man sie benötigt und ob man das Hemd damit auch wirklich aufwerten kann. Das Hemd kann noch so schön sein - wenn der Manschettenknopf dazu albern wirkt, wertet man das komplette Outfit sehr schnell ab.

Damit man nicht verkleidet wirkt, sollte man außerdem darauf achten, seinem Stil treu zu bleiben. Das bedeutet, wenn man sonst dezent und unauffällig gekleidet ist, wird dazu geraten, auch eher unauffällige Manschettenknöpfe auszuwählen. Wenn man im Alltag aber eher flippig gekleidet ist, kann man aus den Vollen schöpfen und ruhig mal verrückte Motive ausprobieren. Das Ganze muss einfach zum Typ passen. Wenn eine Armbanduhr zum Anzug kombiniert wird, ist es ratsam, die Farbe auf die Manschettenknöpfe abzustimmen. Das heißt, wenn die Uhr Gold ist, sollten auch die Knöpfe goldene Details haben. Und auch die Krawattennadel ist im besten Fall mit goldfarbenen Details versehen.

Gut aufeinander abgestimmt ergeben sämtliche Accessoires dann ein harmonisches, stimmiges Bild ab. Gute Herrenausstatter führen eine große Auswahl aufeinander abgestimmter Komponenten und beraten ihre Kunden in allen Fragen rund um den Manschettenknopf selbstverständlich gern.

Fazit:

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Seidenknoten-Manschettenknopf

Es lohnt sich, dem aktuellen Trend zu folgen und seinen Anzug mit den passenden Manschettenknöpfen aufzuwerten. Das Schöne dabei: Alter und Stil spielen dabei keine Rolle. Und der Manschettenknopf wertet einen Anzug in Sekundenschnelle auf. Ohne große Vorbereitung, ohne Stress. Außerdem sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Man kann sich "austoben", was Formen und Farben angeht und findet zu jedem Anzug ganz sicher auch den passenden Manschettenknopf. Ob im Internet oder online - die Auswahl ist riesig. Man(n) zeigt damit auf einfache Art und Weise, dass man sich mit Mode auskennt und es versteht, sich gut zu kleiden. Richtig kombiniert mit anderen Accessoires unterstreichen sie das Aussehen jedes modebewussten Herrn optimal. Manschettenknöpfe sind in nahezu jeder Preisklasse zu haben – von wenigen bis hin zu einigen hundert oder sogar tausend Euros. Damit erklärt sich auch, warum es in einigen Familien zur Tradition geworden ist, die guten Stücke von Generation zu Generation weiter zu vererben. Damals war es sogar üblich, diesen Schmuck zu großen Anlässen wie z. B. einer Hochzeit zu verschenken. Ob sich dieser Trend in der heutigen Zeit noch einmal durchsetzen kann, ist noch fraglich. Unumstritten ist allerdings, dass es einige Hersteller durchaus verstehen, den Knöpfen ein besonders exklusives Image zu verpassen. Besonders wenn Edelsteine oder teure Legierungen verwendet werden, kann dieser schöne Schmuck schnell zu einer echten Geldanlage werden. Oft kommen Steine wie Onyx, Labradorit oder sogar Diamanten zum Einsatz. Da die meisten Herren kaum anderen Schmuck tragen, will man den Manschettenknopf auffällig und möglichst kreativ gestalten. Einige der größten Juweliere haben das schon lange erkannt und werben mit immer ausgefalleneren Variationen. Egal, ob als Wertanlage oder einfach nur als Schmuck, der das Outfit unterstreicht - es ist schön, dass der Manschettenknopf in seiner Artenvielfalt endlich wieder zurück ist!

 

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