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Innovative Logistiklösungen aus Graz: Revolutionieren diese Erfindungen das Postwesen?

Die Post- und Kurierbranche boomt und entwickelt sich zu einem Innovationstreiber - auch in Sachen Elektromobilität und autonomes Fahren.

Hohes Paketaufkommen macht innovative Lösungen nötig

Das erhöhte Paketaufkommen, das vor allem auf den Onlinehandel zurückzuführen ist, sowie immer engere Lieferzeitfenster und eiligere Zustellaufträge machen sowohl effiziente wie auch günstige und umweltschonende Lösungen nötig. Einige innovative Projekte gibt es auch in Graz: von autonomen Zustellrobotern der Post bis zu vollautomatischen Paketabfertigungsanlagen. Ein Überblick über hiesige Erfindungen und futuristische Prototypen.

Post setzt auf Elektromobilität

Die E-Mobilität ist in der Logistikbranche bereits deutlich weiter verbreitet als im freien Straßenverkehr Österreichs: Besonders in den unzähligen Lagern und Verteilzentren kommen innovative Elektro-Stapler wie beispielsweise von Jungheinrich schon seit Langem ganz selbstverständlich zum Einsatz. Geht es nach der Post, soll sich die Zahl der E-Fahrzeuge auch auf Österreichs Straßen weiter erhöhen: Denn seit 2012 stellt die Post ihren Fuhrpark auf elektrisch betriebene Fahrzeuge um.

Dabei entwickelt sie sich zunehmend zum Vorreiter: Wie dieser Artikel berichtet, gehören zum Fuhrpark der Post rund 1.450 E-Fahrzeuge. Darunter sind 630 E-Fahrräder, 372 E-Mopeds, 6 E-Autos und 435 E-Transporter. Alle diese Fahrzeuge werden in der Zustellung eingesetzt. Spitzenreiter in Sachen E-Zustellung ist Wien: In der Hauptstadt werden bereits 98 Prozent der Pakete emissionsfrei an ihre Empfänger geliefert. In Graz sind es immerhin 83 Prozent der Sendungen, die mit insgesamt 136 E-Fahrzeugen zugestellt werden.

Erste Tests mit autonomen Zustellrobotern in Graz

Noch etwas weiter geht der Innovationsdrang von Robotik-Experten der TU Graz: In Zusammenarbeit mit der Post, der Energie Steiermark sowie mit i-Tec-Styria entwickelten sie einen Prototypen eines autonomen Zustellroboters und testeten diesen im Stadtgebiet von Graz. Zugegeben: So ganz marktreif ist das Konzept noch nicht. Der Roboter bewegt sich lediglich mit Schrittgeschwindigkeit durch die Straßen. Empfänger müssen zudem via SMS benachrichtigt werden und ihr Paket am Bestimmungsort in Empfang nehmen. "So etwas fällt nicht vom Himmel. Wir haben es zwar in sieben Monaten geschafft, aber wir beschäftigen uns seit mehr als zehn Jahren mit der autonomen Navigation von Robotern", erklärt Gerald Steinbauer, Leiter der Arbeitsgruppe "Autonome Intelligente Systeme".

Auch hier ist die Intralogistik einen Schritt weiter als die Transportlogistiker auf öffentlichen Straßen: Im Lager sind autonome Transportroboter inzwischen Standard. Das verwundert kaum: Öffentliche Straßen sind um einiges komplexer als durchstrukturierte und bis ins Detail optimierte Lagerhallen.

Paketabfertigung im Lager: Ist Vollautomatisierung wirklich die Lösung?

Doch hochtechnisierte Lager und Verteilzentren gehen einem Grazer Start-up noch immer nicht weit genug: Sie wollen die komplette Abfertigung von Paketen in Verteilzentren vollautomatisieren. Ziel ist es, die Paketabwicklung vom Moment des Entladens an komplett ohne das Zutun von Menschen ablaufen zu lassen. Bisher sind in solchen Zentren noch Menschen damit beschäftigt, Pakete in die Lkws ein- und auszuladen. Die ebenso simple wie geniale Idee: Ein Gurt auf dem Boden des Containerraumes wird beim Entladen automatisch an das Entladesystem gekoppelt und sorgt dafür, dass die über diesem befindlichen Pakete wie von selbst auf ein Förderband gezogen werden.

Anschließend gehen die Pakete ihren normalen Weg und werden sortiert. Wie das Kabel eines Staubsaugers, so die Idee, zieht sich das Band nach Abschluss des Vorgangs automatisch wieder zurück ins Innere des Containerraums. Das Innovationspotenzial des entwickelten Prototyps besteht darin, dass im Lkw selbst kein eigener Antrieb für das System vorhanden sein muss. Die Umrüstung ließe sich damit einfach und günstig bewerkstelligen. Noch ist auch dieses System nicht serienreif. Ein erster Test in einem echten Verteilzentrum der Post ist laut des Standards aber bereits für das Frühjahr 2018 geplant.

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DPD: Wuppertal Paketeingang (‚Einschleusung‘): Alle Pakete werden gewogen, von Hand gescannt und mit einem Router-Label versehen, wenn der Kunde das nicht selbst macht.

Bildrechte: © Maximillian Dornseif / flickr - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 (CC BY-SA 2.0)

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