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Grazer Schule macht Schule

Neben großen bekannten Bauten haben auch die Einfamilienhäuser in Graz wesentlich dazu beigetragen, dass die Stadt Graz als Reise- und Studienziel in der Architekturbranche am Terminplan steht.

Design im öffentlichen Raum

Architekten der Zeit und das Design dazu im öffentlichen Raum haben Graz als Stadt schon längst (Ende 1960, in den 1970 Jahren) in der Architekturszene europaweit zu einer „Design-Stadt“ gemacht.

Neben den großen damals bekannten Bauten haben auch die Einfamilienhäuser in den Bezirken Ries, Waltendorf, St. Peter, und Andritz wesentlich dazu beigetragen, dass die Stadt Graz als Reise- und Studienziel in der Architekturbranche am Terminplan stand.

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Stadthalle Graz von Klaus Kada

Seit dem Ende der 60er Jahre lebt die steirische Architektur von einem revolutionären Geist, der mehrere Generationen verbindet.

La Biennale di Venezia 2000: Die Installation eines jungen Architektenteams sorgt in der Artiglierie für Aufsehen. Der Name der jungen Truppe: ORTLOS – ein Statement für internationales Denken und nomadische Architektur. Und doch ist ORTLOS einem Ort verbunden: Graz. Hier haben Ivan Redi und Andrea Schroettner an der technischen Universität studiert. Wie übrigens die meisten ihrer jungen, steirischen Architektenkollegen, die sich in Gruppen namens L.O.V.E., X Architekten, Splitterwerk, Purpur, Weichlbauer und Ortis oder Innocad formieren. Der Architekturfraktion auf der Grazer TU eilt ein großer Ruf voraus, der mit einem international legendären Begriff verbunden wird: der „Grazer Schule".

 Grazer Jury,Kunsthaus in Graz,design,international,möbel,kunst,lokal,universität graz,architektur,architekt,architekten,personen,gruppen,visionBritische Architekten und die Grazer Jury sind für das Kunsthaus in Graz verantwortlich. 

Nicht ein neuer lokaler  Stil  wurde „erfunden“, nein,  es war eine kompromisslose Haltung, der Wille zu neuen Formen.

Design im öffentlichen Raum, sichtbar für alle.

Aus den Studenten von damals sind längst weltberühmte Architekten und einflussreiche Lehrende geworden. So etwa Günther Domenig, Michael Szyszkowitz, Manfred Wolff-Plottegg, oder Klaus Kada, der zuletzt mit der eindrucksvollen Grazer Stadthalle für Aufsehen sorgte. In ihren Büros wirkten mittlerweile große Grazer Architekten wie Hermann Eisenköck, Ernst Giselbrecht, Florian Riegler und Roger Riewe, Dieter Feichtinger, oder Volker Giencke, der wie auch Domenig und Eisenköck, die auf der Biennale di Venezia 2004 vertreten waren; zu ihren Studenten zählen Köpfe wie Markus Pernthaler, der Architekt der Grazer Helmut-List-Halle, oder Peter Zinganel, Planer des neuen Forum Stadtpark (gemeinsam mit Ernst Giselberecht).

Grazer Schule macht Schule. Dies manifestiert sich auch ganz sprichwörtlich im Grazer Stadtbild: Giencke entwarf die berühmten Gewächshäuser im Botanischen Garten der Grazer Universität, Kada baute das nahe Pflanzenphysiologische Institut, Domenig und Eisenköck planten das eindrucksvolle ReSoWi-Fakultätsgebäude im Campus-Komplex, von Domenig stammt auch das TU-Gebäude in der Grazer Lessingstraße und Szyszkowitz/ Kowalski zeichnen für das Gebäude der Biochemie und Biotechnologie verantwortlich. Zuletzt reihten sich Ernst Giselbrecht (Biokatalyse TU Graz) und der junge Thomas Zinterl (Chemie Ersatzgebäude TU und FH Campus) unter die prominenten Campus-Planer.

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Grazer Schule machte Schule.

Auch Stadtplaner und Jurys waren damals in Graz von einem einschlägigen Geist geprägt. Kein Zufall also, dass sich das neue Grazer Kunsthaus der britischen Architekten Cook und Fournier als Wirklichkeit gewordene Vision präsentiert.

Aber viele Entwürfe der frühen Grazer Schule wurden oft nicht realisiert. Mit dem Einzug hochleistungsfähiger Software (CAD) haben allerdings die Möglichkeiten der Planer wiederum eine Revolution erlebt. Jeder dieser geplanten Bauten sind auch öffentliches Design; wenn sie realisiert werden.

Design produzierten aber auch die „Kornberger-Design-Tischler“.

Mit Ausstellungen ihrer Möbel in Wien, auf Schloss Kornberg, mehrmals auf der Grazer Messe, am Grazer Hauptplatz, im Grazer Dom im Berg, Saalfelden, Padua oder der Wiener Hofburg, mit Auszeichnungen, Ehrungen von öffentlichen Stellen. Das hat alles 1988 begonnen. Unterstützt wurden diese Bestrebungen von der Landesinnung der Tischler und der holzgestaltenden Gewerbe der Wirtschaftskammer Graz. Internationale Beachtung fand die Gruppe mit ihrer "Peichl-Kollektion", eine Möbelserie, die exklusiv für den Stararchitekten Prof. Gustav Peichl hergestellt wurde. Einige Grazer Betriebe und  viele steirische Firmen  haben den Begriff Design bei uns allen ein schönes Stück näher gebracht. 

Kornberger-Design-Tischler,Möbel,schloss kornberg,entwürfe,europaweit,design-tischler,möbelserie,grazer schule,generationen,öffentlich,erfundenAusstellung 2013 von 20. bis 29. September auf Schloss Kornberg

Und in Graz haben wir vor wenigen Jahren die Marke „Designmonat“ erfunden. Dabei waren heuer (2013) mehr als 75.000 Besucher bei 53 Veranstaltungen in 30 Tagen.

Was wird uns dieser Monat bringen?

Hoffentlich einen Anschluss an die Zeiten 1970 bis 2000. Weil da war Design noch Design und nicht nur künstlerische Behübschung irgendwelcher Kaffee-Tassen.

© Wikipedia: Design orientiert sich am Menschen und seinen vielfältigen Bedürfnissen. Diese Bedürfnisse reichen von körperlichen und psychischen Bedürfnissen bis hin zu Anforderungen des menschlichen Verstands an die gegenständliche Umwelt. Design folgt dabei nicht allein selbst gesetzten Regeln und Intentionen, sondern muss sich vor allem mit den Interessen jener Gruppen oder Personen auseinandersetzen, denen das Design dienlich sein soll. Dadurch ist Design und sind die Entwürfe vor allem zweckorientiert. In der Designtheorie wurde dafür der Begriff der Funktionalität geprägt. Nicht zuletzt durch seine Zweckorientierung unterscheidet sich Design von der Kunst.

Peter SchrieflPeter J. Schriefl


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