Stalker! Wer war da auf meinem Profil?Zurück
Manchmal kann man fast glauben, dass andere User es sich in einem fremden Profil gemütlich gemacht haben und praktisch dorthin umgezogen sind.
Manchmal kann man fast glauben, dass andere User es sich in einem fremden Profil gemütlich gemacht haben und praktisch dorthin umgezogen sind. Sie entdecken da alles - Stalker. Xing zeigt User an, die in fremden Profilen waren. Facebook nicht.
Wer in Xing oder den diversen Foto-Plattformen aktiv ist, kennt eine nette Funktion: Man sieht dort, wer das eigene Profil besucht hat. Das ist immer wieder amüsant und bringt spannende neue Kontakte. Facebook zeigt das nicht im Detail an (nur die Gesamtstatistik gibt es), viele User wüssten aber gerne, wer die Besucher sind.
Gegebenen Rechte schamlos ausnützen
Und da kommen nun die Apps ins Spiel, die 'zeigen, wer auf meinem Profil war'. Oder die auch anders heißen, 'Stalker' beispielsweise. Facebook beteuert aber, dass es solche Apps gar nicht geben kann, denn die Daten seien nicht zugänglich. Und wirklich - die 'Besucher meines Profils'-Programme versprechen nicht nur etwas, das sie nicht halten, sondern nutzen die ihnen gegebenen Rechte auch noch schamlos aus.
Wie ein Virus nehmen sie Besitz vom eigenen Profil, übermitteln sensible Daten an Kriminelle (Daten werden verkauft und genutzt) oder posten Werbung in den Profilen der Freunde. Und sie schreiben eine Art 'xyz nutzt den Stalker-Ermittler, machen Sie es auch' in den Nachrichten-Stream - die Statusmeldung sorgt für die weitere Verbreitung des Social Virus.
Und in Twitter? Da gibt es den Tweetviewer...
Der Tweetviewer st das Pendant zum Facebook-App. Auch hier wird über Statusmeldungen von Followern versprochen, dass man User des eigenen Profils sehen kann. 'See who visits your profile' ist aber nich so 'cool', wie es die 'bit.ly'-Adresse zu Tweetviewer verspricht. 'I just viewed my Stalkers' ist also auch hier eine leere Versprechung. 'Scam' nennt man soetwas, bei bit.ly hat man jedenfalls schnell reagiert und die bekannten Adressen des Social-Virus in Twitter abgedreht. Die Facebook-Varianten machen unter verschiedensten Apps und Adressen leider munter weiter.
Wie schützen?
Wie schützen? Ganz einfach: Klicken Sie solche Apps nicht an, geben Sie ihnen keine Rechte. Das Problem an der Sache sitzt nur zum Teil in Facebook, zum größeren Teil sitzt es an der Maus und Tastatur. Der Bediener ist es, der sich einfach bei manchen Klicks zurückhalten muss und lieber zweimal nachdenken sollte, bevor er eine noch so tolle App ausprobiert. Rezensionen lesen, Überlegen und Achtung walten lassen - dann kann Ihnen nichts passieren.