Mittelalterfest in GrazZurück
Memento Mori - Verein für Kunst, Kultur, Handwerk, Alltagsleben im Mittelalter veranstaltet im Mai ein Mittelalterfest in Graz. Hier lesen Sie die Worte der edlen Ritter und deren Gefolge und können sich schon vorab ein Bild machen.
Memento Mori - Verein für Kunst, Kultur, Handwerk, Alltagsleben im Mittelalter
Mittelalterfest Graz
Raiffeisenwiese
bei der HELMUT-LIST-HALLE
Waagner-Biro-Straße 98a
13.-16.05.2010
Hier lesen Sie die Worte der edlen Ritter und deren Gefolge und können sich schon vorab ein Bild machen. Das Programm finden Sie hier und zum Einstimmen gibt es hier ein paar Bilder mehr.
Wir versuchen einen kleinen Einblick in die Geschichte in/um Graz zu vermitteln, wie es gewesen sein könnte. Geschichtlich nachzuweisen ist die Besiedelung rund um den Schlossberg bereits um 3000 v. Chr.. Auch in der Römerzeit war um Graz einiges los und auf dem Gebiet des heutigen Flugplatzes war eine große römische Anlage. Die Alte Poststraße ist ein Relikt aus der Römerzeit und noch immer eine wichtige Nord-Süd Verbindung. Dazu haben wir die Gruppe „Milites Dei“ geladen, welche die Keltenzeit in Handwerk und Lebensform repräsentiert.
Im 6. Jahrhundert kamen die Slawen als Untertanen der Awaren ins Land, gründeten das Fürstentum Karantanien und errichteten hier eine Burg (auf slavisch „gradec“, das bedeutet „kleine Burg“). Daraus wurde später der Ortsname Grätz, dann Gratz und schließlich ”Graz”. Aus dieser Zeit kommen die Mitglieder der Gruppe „Novica“, welche uns zeigen wie diese Völker mit Feuer und Schwert duch’s Land zogen um ab dem 8. Jahrhundert von den Baiern und Franken besiegt zu werden.
Dazu kommen die Wikinger der „Gungnirs Snata“ zu uns und zeigen uns Leben, Handwerk und Kämpfe im Stil der Germanen. Auch die Nordmänner und Skyten von „Ferrum Excubitor“ werden mit ihren Bogenschützen unter uns sein und ihre Kunst vorführen.
Als dann zu Beginn des 10. Jahrhunderts die Ungarneinfälle in unserem Gebiet überhand nahmen, sandte Otto der Große seine Ritter um Diese niederzuschlagen und zu besiegen. Danach wurde das Gebiet von mehreren Geschlechtern von Mark- und Pfalzgrafen beherrscht und entwickelt,
bis es schließlich von Kaiser Friedrich Barbarossa zum Herzogtum erhoben wurde. Die Gruppe „ Getreue zu Greifensteig“ kommt aus dieser Zeit und zeigt uns wie die Ritter im Feld gelebt und vielleicht sogar vor Graz gekämpft haben. Schließlich beehren uns auch die Ordens-Ritter von „ Ordo Teutonicus“ aus dem hl. Land um, wie auch schon im alten Graz, ihre Lebensart zu zeigen und einem Ritterschlag mit Feldmesse beizuwohnen.
Wie es in Graz schon immer üblich war sind Handwerker, wie die Töpfer aus dem Lafnitztal, Ulf vom Berg der Schmied mit seiner originalen Schmiede, Brettchenweberinnen, Stickerinnen, Gewandungsnäher, Kettenhemdenmacher, Lederarbeiter, Pfeilmacher und Andere, zugegen und zeigen ihre Handfertigkeiten auf die „alte Art und Weise“.
Was wäre im alten Graz ein Fest ohne Gaukler und Musikanten gewesen…nicht vorstellbar. Darum kommen „Halibux“ mit ihren Schreichen und Geschichten und „ Luitbald der Fadenrihe“ mit seinem Marionetten-Theater, um Jung und Alt zu amüsieren. Die Spielleute von „Trollpferd“ werden ihr Bestes geben und auch zum Tanz aufspielen.
Außer Diesen kommt auch die Kinder-Gruppe „Salamander“, alle zwischen 8 bis 14 Jahren, um ihre Kunst an den alten Instrumenten zum präsentieren.
Wie es früher in jeder Stadt üblich gewesen ist sind natürlich auch Händler mit ihren Marktständen anwesend um ihre Waren, von Tand bis Schwertern, feilzubieten. Als Zeitvertreib kann man Axt- und Speerwurf, Armbrust- oder Bogenschießen üben und für die kleinen „Prinzessinnen und Ritter“ gibt es noch Ponyreiten.
Auch die Gastronomie lässt sich nicht lumpen und bietet vom Ritschad, Spanferkel, Steckerlfisch und Met noch andere Gaumenfreuden mit welchen sich schon die Menschen im Mittelalter, die es sich eben leisten konnten, ihre Geschmacksnerven verwöhnten.
Wir versuchen einen Gegenpol zu den überkommerziellen, schon fast industriell gefertigten, Mittelalter-Festen, zu bilden da diese schön langsam überhand nehmen ... wir wollen, soweit als möglich, ohne Strom auskommen, absolut keine Plastik/Partyzelte, Plastikspielzeug und all den anderen Müll mit welchem man sonst überall überhäuft wird…
Das Publikum und die Teilnehmer sollen sich wohl fühlen, das Flair genießen und um in eine vergangene Zeit einzutauchen, wie es einst in und um Graz gewesen sein könnte.
Bei uns zählt nicht das „schnelle Geld“,
sondern der Idealismus…
Vielleicht machen Ihnen diese Bilder Gusto darauf, das Mittelalterfest zu besuchen.
