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Tipps für das Wandern im Winter in den österreichischen Alpen

Der Geruch von Tannennadeln in der Kälte, das Geräusch von Neuschnee unter den Schuhen und der Ausblick über das weiße Panorama der Berge.

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Wandern im Winter ist mindestens genauso beeindruckend wie im Sommer, wenn nicht sogar noch mehr. Doch wer in den verschneiten Monaten in den österreichischen Alpen wandern möchte, hat auch mit einer Reihe von Herausforderungen zu kämpfen, die jedoch mit der entsprechenden Vorbereitung behoben werden können. Hier sind die Top Tipps, womit die Winterwanderung ein rundum tolles Erlebnis wird:

Das richtige Training

Bevor es auch nur an die Planung geht, sollte trainiert werden. Im Winter zu wandern ist anstrengend und man muss sich seines Schrittes sehr bewusst sein. Wer noch nie zuvor gewandert ist, sollte nicht an einem kalten Wintertag mit hohem Neuschnee seine ersten Erfahrungen machen. Dies wäre leichtsinnig und kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Deshalb sollte man bereits in den Monaten vor der Wintersaison, spätestens im Herbst, regelmäßig wandern gehen, die Ausrüstung testen und einlaufen, die Muskeln trainieren und die Trittsicherheit steigern.

Ein regelmäßiges Training, sowohl in der Form von Wanderungen als auch anderweitige sportliche Aktivitäten, ist wichtig, um die Kondition zu steigern und auch um auf Situationen wie Glätte besser vorbereitet zu sein. Dieses Training kann jedoch durchaus Spaß machen und man kann bereits die Touren erkunden, die man auch bei Schnee noch einmal begehen möchte.

Des Weiteren sollte sich vorab informiert werden, was im Ernstfall zu tun ist, zum Beispiel bei einer Lawine, einem plötzlichen Wetterumschwung oder wie man sich von Innen und Außen aufwärmen kann, sollte eine Hypothermie, also ein Abfall der Körpertemperatur auf unter 36°C, drohen.

Am Tag der Tour sollte sich vorab entsprechend aufgewärmt werden, um die Muskeln auf die bevorstehende Tour vorzubereiten. Auch am Abend, während man sich wieder aufwärmt, sollte sich noch einmal ausgiebig gedehnt werden, um Verletzungen und Muskelkater zu vermeiden und sich schneller wieder aufzuwärmen.

Die richtige Ausrüstung

Neben ausreichendem Training braucht es selbstverständlich auch die richtige Ausrüstung.

Diese beginnt mit ausreichender Winterkleidung nach dem Zwiebelprinzip. Dabei werden mehrere dünne Schichten übereinander getragen, welche nach und nach abgelegt werden, wenn einem beim Aufstieg zu warm wird, oder wieder angezogen werden können, sobald man anfängt zu frieren.

Zum Beispiel kann das Outfit aus einem Longsleeve, einer Fleecejacke mit Kapuze, einem dickeren Fleese oder einer Jacke die gegen Wind, Regen und Kälte schützt sowie einer wetterfesten Hardshell-Jacke bestehen. Je nach eigener Präferenzen kann hier natürlich variiert werden und zum Beispiel um Skiunterwäsche ergänzt werden. Wichtig ist lediglich, dass alles gut sitzt und alle Kleidungsstücke zusammen genommen vor eisiger Kälte schützen können.

Des Weiteren sollte bestenfalls ein trockenes Oberteil im Gepäck verstaut sein, denn nichts ist unangenehmer als ein nasses verschwitztes Kleidungsstück zu tragen wenn es Minusgrade hat. Mütze, Schal und Handschuhe sollten ebenfalls auf der Liste stehen.

Die richtigen Schuhe sind selbstverständlich ebenfalls von größter Relevanz, da es im Winter schnell einmal glatt oder rutschig wird. Am besten geeignet sind mittelfeste, wasser- und schneedichte hohe Schuhe mit einer griffigen Gummiprofilsohle und Thermofußbett und Fütterung. Gamaschen helfen dabei die Hosenbeine vor Nässe zu schützen und Berg- oder Trekkingsocken sind empfehlenswert.

Ausreichend Proviant mit hohem Energiegehalt, sollte ebenfalls im Gepäck zu finden sein. Hierbei sollte in jedem Fall mehr eingepackt werden als im Sommer. Heiße Getränke in isolierten Flaschen und in ausreichenden Mengen sind ebenfalls wichtig.

Ein Kompass, eine Karte oder ein GPS Gerät sowie eine Powerbank für das Smartphone gehören zur technischen Ausstattung, die in keinem Fall fehlen sollte. Eine gute Stirnlampe ist ebenfalls ein Muss, da es im Winter schnell dunkel wird.

Sonnenschutz, allerdings nicht mit toxischen Inhaltsstoffen, sollte vor der Wanderung aufgetragen werden und gegebenenfalls unterwegs erneut verwendet werden.

Um die Ausrüstung, das Proviant und die Ersatzkleidung oder die abgelegten Kleidungsschichten zu transportieren, braucht es selbstverständlich auch einen guten Rucksack, der zum eigenen Körperbau passt und der ebenfalls für verschneites Wetter geeignet ist, u.a. hier findet man eine große Auswahl. Beim Kauf sollte man hier deshalb auf die Wasser- und Schneefestigkeit des Rucksacks achten, sowie auf das Gewicht. Da die Beine bereits gegen die extra Belastung des Schnees kämpfen und der gesamte Körper sich in der Kälte mehr verausgabt, sollte nicht auch noch unnötiges Gewicht auf den Schultern lagern.

Die richtige Tour

Da es im Winter nicht so einfach ist, Pausen einzulegen, da Sitzflächen zugeschneit sind und man bei einem längeren Stopp schnell auskühlt, sollte man lieber kürzere Touren planen. Auch die Tatsache, dass Wanderungen mehr Energie und Zeit in Anspruch nehmen, spricht für kürzere Etappen. Hat man eine längere Strecke im Sinn, sollte diese bestenfalls in mehrere kleinere Etappen herunter gebrochen werden.

Ist eine Pause unvermeidbar, sollte man auf jeden Fall wärmende Getränke in einer gut isolierten Thermosflasche dabei haben. Auch Speisen, die Energie verleihen und die Durchblutung ankurbeln sind sinnvoll. Ein isoliertes Sitzkissen kann vor der Nässe und bis zu einem gewissen Grad auch vor der Kälte schützen.

Auf dem Weg sollte man sich möglichst rhythmisch und langsam fortbewegen, da eine Winterwanderung viel Kraft und Energie kostet und es sonst vor allem im Tiefschnee zu einer Überanstrengung kommen kann.

Es gibt spezielle Winterwanderwege in ganz Österreich. An diese Vorgaben sollte man sich unbedingt halten und nicht von ihnen abweichen, da man sonst sich selbst und/oder die Natur um einen gefährdet. Außerdem sind viele Wandergebiete im Winter Skigebiete. Deshalb sollte man sich vorab immer informieren, ob die gewünschte Tour auch im Winter begehbar ist und unterwegs sollte man zu jeder Zeit den ausgewiesenen Schildern folgen.

Wer sich ganz sicher sein möchte oder gerne auf der Wanderung etwas Neues dazu lernt, kann sich auch bei diversen geführten Winterwanderungen anmelden, bei denen ein ausgebildeter Guide durch das Terrain führt und die Tour noch unterhaltsamer macht.

Bildrechte

© Bild von Dino Reichmuth via Unsplash

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