Euch kann ich´s ja sagen – nichts, aber schon absolut überhaupt gar nichts ist mir heiliger.. Wie kann ich dem Pferd gerecht werden? - fragt sich Daniela Kummer.
Kennen Sie diese Situation, dass Sie gerade erst aufgeräumt haben und plötzlich ist wieder überall das Chaos? Damit sind Sie nicht allein, auch wenn Sie bei Ihren Freunden immer vermeintlich aufgeräumte und penibel ordentliche Wohnungen vorfinden.
Meist wurde mehr unter den Teppich gekehrt als gedacht. Doch der Grund für Ihr Chaos ist nicht Faulheit, sondern das falsche System. Mit ein paar einfachen Tricks schaffen Sie es, langfristig ordentlicher zu werden.
Schauen Sie sich in Ihrem Wohnzimmer um. Was löst das Chaos aus? Meist sind es Kleinigkeiten, für die es keinen festen Platz gibt und die dann herumliegen. Eine einfache Aufbewahrungsbox kann dieses Problem bereits lösen, und zwar in jedem Raum. Solche Boxen bieten Raum für alles, was sonst keinen festen Platz hat.
Im Badezimmer kommen hier Utensilien wie Kosmetikprodukte rein, in der Küche sind es Gummibänder, Plätzchenförmchen und all das, was man nur selten braucht und im Wohn- und Schlafzimmer findet sich ebenfalls genug Input.
Der größte Feind der Ordnung ist die schiere Menge an Besitz. Viele Menschen horten Gegenstände für den Fall, dass man sie irgendwann einmal brauchen könnte. In der Realität belasten diese Dinge jedoch nur den verfügbaren Wohnraum sowie die eigene Zeit bei der Reinigung.
Eine bewährte Methode ist die Ein-Jahres-Regel. Alles, was Sie innerhalb der letzten zwölf Monate nicht in der Hand hatten oder benutzt haben, darf die Wohnung verlassen.
Ausgenommen hiervon sind natürlich Erbstücke mit hohem emotionalem Wert oder Notfallausrüstungen.
Doch bei Kleidung, Küchenutensilien sowie Fehlkäufen sollten Sie konsequent bleiben. Das Aussortieren schafft nicht nur physischen Platz, sondern fühlt sich oft wie ein Befreiungsschlag für die Seele an. Spenden oder verkaufen Sie die aussortierten Stücke, um anderen eine Freude zu bereiten und gleichzeitig Ihr eigenes Umfeld zu klären. Und ganz nebenbei haben Sie dann auch wieder mehr Raum, einen neuen Lifestyle zu leben und zu genießen.
Ein häufiger Fehler bei der Wohnraumgestaltung ist die dauerhafte Präsenz von Gegenständen, welche nur zu bestimmten Zeiten im Jahr benötigt werden. Schwere Wintermäntel im Hochsommer oder die komplette Weihnachtsdekoration im Frühling nehmen wertvollen Platz in den Schränken weg. Nutzen Sie konsequent Ihren Speicher oder den Keller für diese saisonalen Artikel.
Verpacken Sie diese Dinge in beschriftete Kisten, damit Sie im Bedarfsfall nicht lange suchen müssen. Durch das Auslagern gewinnen Sie in Ihren täglich genutzten Kleiderschränken sowie Regalen eine Luftigkeit, die das tägliche Aufräumen massiv erleichtert. Nur das, was aktuell Relevanz hat, sollte sich in Ihrem unmittelbaren Sichtfeld befinden.
Ordnung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Anstatt einmal im Monat einen kräftezehrenden Putzmarathon einzulegen, hilft die tägliche Routine. Nehmen Sie sich jeden Abend zehn Minuten Zeit, um die Oberflächen abzuwischen oder herumliegende Kleidungsstücke wegzusortieren. Diese kleinen Einheiten verhindern, dass sich das Chaos zu einem unüberwindbaren Berg auftürmt.
Selbst die Kinder können beim Aufräumen schon helfen, sodass aus dem Projekt „Ordnung“ ein Familienprojekt wird. Wenn Sie einen Raum verlassen, nehmen Sie idealerweise immer einen Gegenstand mit, der dort nicht hingehört. So bleibt die Wohnung fast wie von selbst dauerhaft in einem vorzeigbaren Zustand.
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