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Von Intimität bis Tabu – Sexualität auf dem Prüfstand

Auch heute wird das Thema Sex in vielerlei Hinsicht tabuisiert. Insbesondere bei persönlichen Fantasien, Neigungen und Vorlieben ist die Scham teilweise groß. Kündigt sich Schamesröte an, ist das jedoch kein Grund zur Panik.

Stattdessen macht die körperliche Regung lediglich auf Grenzen aufmerksam, die sich im Laufe der Zeit manifestiert haben. Ob sie Bestand haben oder erweitert werden, bleibt jedem selbst überlassen. Ein Einblick in die Welt der Scham.

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Schamgefühle sind wichtig. Sie dienen der Identität, markieren Grenzen und bieten gleichzeitig Schutz vor Veräußerung. Sie fördern Anpassung und soziale Zugehörigkeit, erlauben aber auch Abgrenzung. Scham schützt Menschen vor sich selbst und die Grenzen der Mitmenschen. Ohne Scham gäbe es täglich Grenzüberschreitungen, die das Sozialleben negativ prägen würden. Die Scham zeigt, ob ein Mensch den gesellschaftlichen Normen entspricht oder womöglich anders ist. Tabuisierung beginnt jedoch erst dort, wo das Anderssein zum scheinbaren Problem wird. Für wen es problematisch wird, hängt vom Individuum ab. Während sich manche für Vorlieben keineswegs schämen und durch ihr Handeln hingegen anderen die Schamesröte ins Gesicht treiben, sorgt die Scham bei anderen in der Konsequenz zu Schuldgefühlen, weil sie meinen sich vor anderen schämen zu müssen.

Intensives Gefühlschaos – Scham als Kompass

Hinzu kommt, dass Scham ein überaus intensives Gefühl ist und schnell von anderen Emotionen wie Wut oder Selbstentwertung begleitet wird. Scham ist direkt mit Empathie verbunden und sichert das Überleben innerhalb einer Gesellschaft. Entscheidend ist, dass die Scham nicht dazu führen sollte die eigene Identität zu leugnen. Das Unterdrücken des sexuellen Verlangens kann langfristig schwere seelische Beschwerden verursachen. Bei sexuellen Fantasien und Praktiken stellt sich in Zusammenhang mit Schamgefühlen die Frage, ob die Neigungen offenbart werden wollen und wenn ja, warum. Die kritische Selbstanalyse der Beweggründe sind dahingehend überaus hilfreich. Steckt nicht der Wunsch nach Aufmerksamkeit dahinter, sondern der Drang sich selbst keine Geheimnisse zuzugestehen, ist Vorsicht geboten. Eine sexuelle Vorliebe als eine Art Schatz zu hüten und nur mit intimsten Vertrauten zu teilen, ist nichts Negatives.

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Im Gegenteil: Das Wahren eines gemeinsamen Geheimnisses kann stark anregend wirken und den Sex intensivieren. Als Beispiel dienen Pornofilme beziehungsweise Amateur Pornos, die bis heute in vielen Gesellschaften tabu sind, in Wahrheit aber von einer Vielzahl von Menschen konsumiert werden. Da die Nachfrage das Angebot bestimmt, ist die Auswahl groß. Im Magazin der Pornohelden wurden Alternativen zu bekannten Pornoseiten wie YouPorn vorgestellt, die nahezu jeder Art von Vorliebe mit entsprechenden Inhalten gerecht werden. Sexuell geprägte Videos zum Ausleben der Sexualität sind längst kein Tabu mehr, ihre Nutzung bleibt dennoch oft im Verborgenen.

Doch egal, ob BDSM, sexueller Fetischismus oder ausgefallene Rollenspiele: Erlaubt ist, was gefällt, solange es anderen nicht schadet. Sexuelle Neigungen haben viele Gesichter und sind kein Grund sich selbst zu verurteilen. In jedem Bereich gibt es Gleichgesinnte, die gleich oder zumindest ähnlich empfinden.

Scham aufgrund der eigenen Vorlieben gilt es immer dann präziser zu beobachten, wenn sie übermäßig auftritt. Sind Schamgefühle Auslöser für Ängste, Süchte, Zwänge oder gar Angststörungen und Depressionen, wird es für Betroffene schnell gefährlich. Nimmt Scham überhand, hilft oft nur der Rat von Therapeuten, welche die Schamgefühle objektiv betrachten und gemeinsam mit ihren Patienten in einem gesunden Verhältnis neu verhandeln.

 

Schamgefühle machen Menschen einzigartig

Im Gegensatz zu Menschen können Tiere keine Scham empfinden. Während sich der Mensch zum Sex zurückzieht, ist es Tieren egal, ob jemand zuschaut. Die körperliche Scham unterscheidet den modernen Menschen damit charakteristisch von anderen Lebewesen. Es gibt zwar Unterschiede hinsichtlich der Freizügigkeit, Schamgrenzen scheint jedoch jedes Volk zu kennen. So auch bei den südamerikanischen Yanomami. „Yanomami-Männer binden ihren Penis an der Vorhaut hoch. Doch auch sie genieren sich, wenn das Band herunterrutscht“, fasst die Redaktion des Reportmagazins GEO in einem Beitrag über die Angst vor der Blöße zusammen. Demnach gehen Forscher davon aus, dass die Scham evolutionsbiologisch dazu diente, das soziale Miteinander in Gruppen zu fördern und das Überleben zu sichern. Das Verbergen von Genitalien und der Rückzug während des Geschlechtsverkehrs beugte Rivalitätskämpfen vor.

Bildquellen

Anastasia Borisova auf Pixabay

croisy auf Pixabay

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