Euch kann ich´s ja sagen – nichts, aber schon absolut überhaupt gar nichts ist mir heiliger.. Wie kann ich dem Pferd gerecht werden? - fragt sich Daniela Kummer.
In den letzten Jahren hat sich der österreichische Fußball still und heimlich zu einem echten Hingucker gemausert. Viele Fans schätzen die authentische Atmosphäre und den energiegeladenen Fußball, der in der Alpennation gespielt wird.
Und ein Team hat sich dort in den letzten Wochen und Monaten herauskristallisiert. Die Rede ist von Sturm Graz, dem Team, das den Underdog und die Breitenwirkung gekonnt in sich vereint.
Viele Fans freut es, dass der Trainer aus dem eigenen Lande kommt. Der verhältnismäßig junge Fabio Ingolitsch hat sich bereits jetzt einen echten Namen gemacht. Denn er ist in der Lage, die Spieler so anzusprechen und zu motivieren, wie sie es verstehen. Auch etwa die Hälfte des Teams stammt aus Österreich und bietet Namen wie den Torhüter Matteo Bignetti, den Mittelfeldspieler Stefan Hierländer und den Stürmer Belmin Beganovic. Es tummeln sich in Graz aber auch mehrere internationale Talente, was das Team für die Freunde von Wetten auf Fußball in Österreich sehr attraktiv und interessant macht. Schließlich kann man sich hier auf hochkarätigen Fußball freuen.
Im Moment ist Sturm Graz noch dem zweiten Platz der Tabelle. Mit 31 Punkten sind sie damit nur einen einzigen Sieg vom Erstplatzierten LASK entfernt. Die Meisterschaft befindet sich also noch in Griffweite. Denn LASK ist mit 33 Punkten nur 2 Punkte entfernt. Eine Stufe tiefer trifft man dann auf Salzburg, die in dieser Saison mit 29 Punkten nicht ganz so dominant wirken, wie man das von dem Team von Red Bull gewohnt ist. Interessanterweise ist es gerade Salzburg, das einen guten Teil zur gegenwärtigen Beliebtheit von Sturm Graz beigetragen hat. Denn die Feinde unserer Feinde sind unsere Freunde, wie man auch in den Alpen gerne sagt.
Wenn man sich die letzten 10 Jahre des österreichischen Fußballs anschaut, dann hat sich eigentlich immer alles um Salzburg gedreht. Die schiere finanzielle Power des Teams von Red Bull hat sich auch in einer sportlichen Dominanz gezeigt, der man wenig entgegenstellen konnte. Für viele Fans ist es ganz einfach erfrischend, einmal ein anderes Team in der führenden Position zu sehen. Selbst die Fans, die eigentlich gar nicht unbedingt auf der Seite von Graz sind, freuen sich, wenn den Salzburgern einmal ein Schnippchen geschlagen wird. Und die Grazer heißen alle mit offenen Armen willkommen.
Was Graz außerdem mitbringt, ist ein Fußball, der sich an den gegenwärtigen internationalen Trends orientiert. Man sieht hier aggressives Pressing bereits in der gegnerischen Hälfte, man sieht präzise Pässe über das Spielfeld, man sieht ein direktes Spiel zum Tor. Außerdem ist die Defensive solide aufgestellt und direkt in den Spielaufbau eingebunden. Fans können sich über ein Team freuen, das vom Spielstil her auch in den internationalen Turnieren nicht fehl am Platze wirken würde. Und eine gewisse Kaltschnäuzigkeit steht einer Mannschaft gut zu Gesicht, die stolz darauf ist, eine große Nähe zur Fanbasis zu haben.
Für einen Fußballfan gibt es natürlich nichts Größeres als ein Spiel im Stadion. Und genau da liegt die große Stärke von Sturm Graz. Irgendwie wirken die Spiele in der Merkur Arena lauter, besser, intensiver, als das bei den Kollegen in Wien oder Salzburg der Fall ist. Die Gesänge sind auch außerhalb des Stadions weit zu hören und nach dem Spiel freuen sich die Fans über eine Weiterführung der Festivitäten. Insgesamt ist die Atmosphäre sehr herzlich und freundlich. Das lässt natürlich auch auf den Aufbau von zukünftigen Generationen an Fans hoffen. Und der ein oder andere Nachwuchs wird sich auch zu einer professionellen Karriere motivieren lassen.
Die Meisterschaft für diese Saison ist noch nicht entschieden, auch wenn LASK noch in Führung ist. Eines kann man aber jetzt schon sagen: Sturm Graz hat in der Spielzeit ein echtes Selbstbewusstsein entwickelt. Wenn der Coach Fabio Ingolitsch diesen Schwung gut nutzen kann, dann kann man für die Saison 2026/2027 auf ein paar echte Höhenflüge hoffen. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die Grazer um die Meisterschaft mitspielen werden. Die Frage ist dann nur, ob es ihnen auch auf der internationalen Bühne mehr als nur einen Achtungserfolg zu erzielen. Die Fans drücken auf jeden Fall die Daumen.
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