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Die AHS nach der Definition des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)

Das Ziel der AHS ist die Vermittlung einer umfassenden und vertiefenden Allgemeinbildung und damit die Schaffung der für ein Universitätsstudium nötigen Voraussetzungen.

Die al lgemein bildende höhere Schule (AHS) gliedert sich in Unterstufe (4 Schulstufen Sekundarstufe I) und Oberstufe (4 Schulstufen Sekundarstufe II). In ihrer Langform dauert sie acht Jahre. Schüler, welche die Unterstufe der AHS absolviert haben, können die Oberstufe besuchen.

Das Eintrittsalter der Schüler in die Unterstufe liegt meist bei 10 Jahren. Die Aufnahme in die 1. Klasse einer AHS setzt voraus, dass die 4. Klasse der Volksschule erfolgreich abgeschlossen wurde und in den Fächern Deutsch, Lesen und Mathematik gute oder sehr gute Leistungen erzielt wurden, oder dass eine Empfehlung der Schulkonferenz der Volksschule für den Besuch der AHS vorliegt. Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, können die Schüler eine Aufnahmeprüfung an einer AHS ablegen. Die Aufnahme in eine musische oder sportliche Sonderform der AHS setzt eine zusätzliche Eignungsprüfung voraus.

Der Wechsel von der Hauptschule in eine höhere Klasse der AHS setzt voraus, dass im Jahreszeugnisvermerk in den Fächern Deutsch, Lebende Fremdsprache und Mathematik die beste Leistungsgruppe besucht wurde und alle übrigen Fächer mindestens mit der Note "befriedigend" beurteilt worden sind, oder die betreffende Hauptschulklasse mit "ausgezeichnetem Erfolg" abgeschlossen wurde. Wurde die an der AHS unterrichtete Fremdsprache an der bisherigen Schule nicht unterrichtet, so ist in dieser Fremdsprache eine Aufnahmsprüfung abzulegen.

In der Unterstufe der allgemein bildenden höheren Schule werden in den ersten zwei Jahrgangsstufen (5. und 6. Schulstufe) die gleichen Fächer wie in der Hauptschule unterrichtet. Ab der 3. Klasse erfolgt eine Aufgliederung in drei Ausbildungsrichtungen:

Gymnasium (mit Latein, an der Oberstufe mit Griechisch oder einer zweiten lebenden Fremdsprache),
Realgymnasium (mit Latein oder einer zweiten lebenden Fremdsprache, dazu Darstellende Geometrie, mehr Mathematik und Naturwissenschaften),
Wirtschaftskundliches Realgymnasium (mit Latein oder einer zweiten lebenden Fremdsprache, dazu mehr Chemie, Wirtschaftskunde, Psychologie und Philosophie).

Ab dem Schuljahr 1998/99 wird in der 3. und 4. Klasse der AHS die Beschäftigung mit dem Thema "Berufsorientierung und Bildungsinformation" durch die Installierung einer verbindlichen Übung intensiviert. Im Rahmen der Schulautonomie können an jeder Schule begrenzte Änderungen der Lehrplanbestimmungen und Schwerpunktsetzungen in der Stundentafel vorgenommen werden. Von der 6. bis zur 8. Klasse können die Schüler durch die Auswahl von Wahlpflichtgegenständen eigene Schwerpunkte setzen.

Neben den genannten Langformen der AHS (5.-12. Schulstufe) gibt es ab der 9. Schulstufe die Oberstufen-Realgymnasien (ORG), welche die Schüler nach der 4. Klasse Hauptschule besuchen können. Auch der Übertritt aus einer AHS-Langform ist möglich. Im ORG wählen die Schüler zwischen Latein und einer zweiten lebenden Fremdsprache; außerdem haben sie die Möglichkeit einer kreativen oder naturwissenschaftlichen Schwerpunktsetzung.

Darüberhinaus bestehen verschiedene Sonderformen der AHS, wie das Aufbau- und Aufbaurealgymnasium, das Gymnasium und Realgymnasium für Berufstätige, die Höhere Internatsschule und die AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung sowie Schulversuchsmodelle.

Die AHS schließt mit der Matura bzw. Reifeprüfung ab. Bei der Reifeprüfung wird dem realitätsbezogenen Lernen, dem selbstständigen Arbeiten, dem Erkennen von Zusammenhängen zwischen den einzelnen Wissensgebieten und den Fremdsprachenkenntnissen besondere Bedeutung zugemessen. Parallel dazu finden auch die individuellen Interessen der Schüler durch die große Bandbreite von Matura-Varianten sowie insbesondere der Wahlmöglichkeit zwischen einer schriftlichen Fachbereichsarbeit und einer mündlichen Schwerpunktprüfung ihren Ausdruck. Die Reifeprüfung berechtigt zum Studium an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien sowie zum Besuch spezieller höherer berufsorientierter Lehrgänge und Kollegs berechtigen.

Englisch wird an allen AHS zu 100% unterrichtet, Französisch und Latein an fast allen. An 81% der AHS wird Italienisch unterrichtet, an fast 60% der Schulen gibt es Spanischkurse. 75% der AHS Maturantinnen und Maturanten haben zwei lebende Fremdsprachen erlernt. In den AHS werden durchschnittlich fünf Sprachen angeboten.

In Schulversuchen bieten mehr als 70 Standorte ihren Schülerinnen und Schülern an, ab der 3.Klasse mit Französisch zu beginnen. Ist dies sinnvoll und vielleicht vorbildlich?

© Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)

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