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Cannabis, auch unter dem Namen Hanf bekannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Seit Jahrtausenden wird sie in unterschiedlichen Kulturen für verschiedenste Zwecke genutzt – sei es als Rohstoff für Textilien,…
…als Heilpflanze, in religiösen Ritualen oder zu Genusszwecken. Ihre Vielseitigkeit, Anpassungsfähigkeit und komplexe chemische Zusammensetzung machen Cannabis bis heute zu einem faszinierenden Forschungs- und Diskussionsthema. In der modernen Zeit rückt die Pflanze zunehmend in den Fokus von Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft.
Botanisch zählt Cannabis zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Innerhalb der Gattung Cannabis werden in der Regel drei Hauptarten unterschieden: Cannabis Sativa, Cannabis Indica und Cannabis Ruderalis. Diese Einteilung basiert auf morphologischen Merkmalen, geografischer Herkunft sowie bestimmten Wachstums- und Blüteeigenschaften. Darüber hinaus existieren heute unzählige Hybride, die durch gezielte Kreuzungen dieser Arten entstanden sind.
Jede dieser Arten weist spezifische Charakteristika auf, die sich in der Wuchsform, der Blütezeit, dem Gehalt an Cannabinoiden sowie in den wahrgenommenen Effekten unterscheiden. Obwohl die Grenzen zwischen den Arten durch jahrzehntelange Züchtung zunehmend verschwimmen, dienen sie weiterhin als grundlegende Orientierung.
Cannabis Sativa – Wachstum und Eigenschaften
Cannabis-Sativa-Pflanzen sind in der Regel hochgewachsen und schlank. Sie besitzen lange, schmale Blätter und können unter optimalen Bedingungen eine beträchtliche Höhe erreichen. Ursprünglich stammt diese Art aus äquatorialen Regionen wie Südostasien, Mittelamerika und Afrika, wo lange Sonnenperioden herrschen.
Typisch für Sativa ist eine vergleichsweise lange Blütezeit. In Bezug auf ihre chemische Zusammensetzung weisen viele Sativa-Sorten einen höheren Anteil an THC (Tetrahydrocannabinol) auf, wobei auch andere Cannabinoide und Terpene eine wichtige Rolle spielen. Sativa-Sorten werden häufig mit eher aktivierenden, geistig anregenden und fokussierenden Effekten in Verbindung gebracht. Sie werden daher oft tagsüber genutzt oder mit kreativen Tätigkeiten assoziiert.
Im Gegensatz dazu ist Cannabis Indica meist deutlich kompakter. Die Pflanzen bleiben kleiner, wachsen buschiger und besitzen breitere, dunkelgrüne Blätter. Ihre Ursprünge liegen vor allem in den bergigen Regionen Zentralasiens, etwa im Hindukusch-Gebirge, wo das Klima rauer und die Vegetationsperioden kürzer sind.
Indica-Pflanzen zeichnen sich durch eine kürzere Blütezeit aus, was sie historisch besonders attraktiv machte. Viele Indica-Sorten enthalten neben THC auch nennenswerte Mengen an CBD (Cannabidiol), wobei das genaue Verhältnis stark sortenabhängig ist. Ihnen werden eher entspannende, beruhigende und körperlich wahrnehmbare Effekte zugeschrieben, weshalb sie häufig mit Erholung und Abendnutzung in Verbindung gebracht werden.
Cannabis Ruderalis ist die am wenigsten bekannte der drei Hauptarten. Sie stammt aus Regionen mit extremen klimatischen Bedingungen, etwa aus Osteuropa oder Russland. Charakteristisch ist ihr geringer Wuchs sowie ihre besondere Eigenschaft, unabhängig vom Lichtzyklus zu blühen. Diese sogenannte automatische Blüte unterscheidet sie deutlich von Sativa- und Indica-Pflanzen.
Der natürliche Cannabinoidgehalt von Ruderalis ist vergleichsweise niedrig, weshalb sie selten eigenständig genutzt wird. Stattdessen spielt sie eine wichtige Rolle in der Züchtung moderner Hybride, insbesondere um robuste Eigenschaften und die automatische Blüte weiterzugeben.
In der heutigen Zeit sind die meisten verfügbaren Cannabissorten Hybride. Durch gezielte Kreuzungen werden gewünschte Merkmale wie Wuchsform, Blütezeit, Aroma, Ertrag oder chemische Zusammensetzung kombiniert. Dadurch entstehen Sorten, die sowohl Eigenschaften von Sativa als auch von Indica oder Ruderalis in sich tragen.
Die klassische Unterscheidung zwischen Sativa und Indica ist daher zunehmend vereinfachend. Wissenschaftlich betrachtet hängt die Wirkung von Cannabis weniger von der Artbezeichnung ab, sondern vielmehr vom individuellen Profil aus Cannabinoiden, Terpenen und anderen Pflanzenstoffen. Dieses Zusammenspiel wird häufig als „Entourage-Effekt“ beschrieben.
Cannabis ist heute weit mehr als nur eine psychoaktive Substanz. Die Pflanze wird intensiv erforscht, insbesondere im medizinischen Bereich, aber auch im Hinblick auf nachhaltige Industrieanwendungen. Gleichzeitig verändert sich weltweit der rechtliche und gesellschaftliche Umgang mit Cannabis, was zu einer differenzierteren Betrachtung beiträgt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Cannabis eine äußerst komplexe und vielseitige Pflanze ist. Die Einteilung in Sativa, Indica und Ruderalis bietet einen grundlegenden Überblick, kann jedoch die tatsächliche Vielfalt und Wirkung moderner Sorten nur eingeschränkt abbilden. Ein tieferes Verständnis erfordert die Betrachtung der chemischen Zusammensetzung sowie des individuellen Zusammenspiels der Inhaltsstoffe.