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Wissenswertes zu den verschiedenen Lerntypen

Zum Schulbeginn: Der Lerntyp sagt über die Lerntendenz etwas aus. Es ist von enormer Bedeutung, schnell zu erkennen, welcher Lerntyp das Kind ist, welches man fördern will.

Je mehr man über seine Lernstrategie weiß, desto leichter kann man Informationen dauerhaft abrufbar machen.

Es gibt verschiedene Lerntypen – kein Lerntyp ist besser, richtig bzw. leichter im Alltag einzusetzen. Sondern nur derjenige selbst profitiert von diesem Wissen.

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Gemeinsames Lernen macht mehr Spaß, kann aber natürlich auch ablenken.

Zum Lernen gebrauchen wir unsere Sinnesorgane; nicht nur die uns bekannten Hör- (auditiv) bzw. Sehsinn (visuell), sondern auch über den Austausch mit anderen (kommunikativen) und lernen in der Bewegung – z.B. schreiben (motorisch). Um „lustvoll zu lernen“ ist auch der Geruchs-, Geschmacks- und Muskelsinn zu aktivieren. Wenn man den Lernstoff über mehrere Sinnesorgane aufnimmt und verarbeitet, kann man gedankliche Verknüpfungen in z.B. Prüfungssituationen leichter abrufen.

Auch die Lernmotivation und Aufmerksamkeit wird durch „lustvolles Lernen“ gesteigert und somit ein größerer Lernerfolg erzielt.

Beispiele:

    ausarbeiten (lesen und schreiben)  = visuelle u. motorische Ebene

    Film ansehen = auditive und visuelle Ebene

    Zitrusfrucht essen = Tast-, Geschmacks- und Geruchssinn

(Fast) jeder und jede benötigt eine eigene Lernmethode

Wie man daraus schon erkennen kann, sind wir meist Mischtypen. Manche lernen gut unter Zeitdruck, andere aus eigenem Antrieb, viele benötigen eine Geräuschkulisse, andere absolute Ruhe. Daraus entwickelt sich die eigene Lernmethode, um so leichter, effizienter und „in die Tiefe“ lernen zu können.

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Was der oder die andere hat, ist immer wieder spannender als das, was man selber benutzt.

Beobachten Sie sich selbst bzw. beobachten Sie, welchen Lerntyp Ihr Kind bevorzugt:

  • vorlesen (auditiv)
  • darüber sprechen und wiedergeben lassen (kommunikativ)
  • aufzeichnen (visuell u. motorisch)

Reflektieren Sie, wie Sie bzw. Ihr Kind bis jetzt Lernerfolge erzielt hat.

Erfolgreiches Lernen erfordert also die Bestimmung des Lerntyps um den optimalen Lernweg nutzen zu können. Jedoch ist es auch wichtig, andere Wege zu nutzen.

Lernen durch Hören – der auditive Lerntyp

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Zuhören, ein Lernspass - schon die Kleinsten lieben es, miteinander Geschichten zu hören, zu erleben

Am leichtesten wird über das Hören gelernt. Man kann gehörte Informationen aufnehmen, behalten und auch wiedergeben. Man folgt Erklärungen und verarbeitet diese. Meist sind Hintergrundgeräusche störend. Man führt Selbstgespräche, in denen man sich der Lernstoff immer wieder laut vorsagt.

Besprechen Sie sich eine Tonbandkassette mit dem Lernstoff und hören Sie sich diese mehrmals am Tag an. (2 – 3 mal täglich) bzw. sagen Sie sich die Lerninhalte laut vor und wiederholen Sie immer wieder. Miteinander zu lernen, sich „abzufragen“, kann lustig und effizient sein. Versuchen Sie in der Lernsituation eine ruhige Atmosphäre zu schaffen.

Lernen durch Sehen – der visuelle bzw. Lese-Lerntyp

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Visuelle Lerntypen profitieren von bunten Arbeitsmaterialien, um bildliche Vorstellungskraft zu stärken

Man lernt am leichtesten durch Lesen der Informationen und durch Beobachtung von Handlungsabläufen. Durch Grafiken, Bilder, Mindmaps und Tabellen werden Sachverhalte verstanden bzw. veranschaulicht und die bildliche Vorstellungskraft gestärkt. Was man selbst liest bzw. sieht, bleibt in der Erinnerung. Unordnung stört und lenkt ab.

Visuelle Lerntypen sollten weit vorne in der Klasse sitzen, um besser zu sehen und Ablenkungen zu vermeiden. Lernen Sie alleine! Malen Sie Mindmaps, Bilder – arbeiten Sie mit farbigen Stiften, Makern. Auch Flipcharts, Videofilme, Fernsehbeiträge zum Thema fördern die „geistigen Bilder“, die in Lernsituationen abrufbar bleiben.

Lernen durch Fühlen – der taktile bzw. Fühl-Lerntyp

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Fühlen und schmecken, über den Gaumen wohl die intensivste Art, die Welt kennen zu lernen 

Das große „Manko“ fängt hier schon in der Schule, an den Universitäten und anderen Ausbildungsstätten an. Theoretische Informationen werden am liebsten sofort in die Praxis umgesetzt. Experimente kommen jedoch zu kurz und somit der Drang etwas auszuprobieren, tun zu können, findet selten statt.

Zu Hause sollte man „handelndes Lernen“, wo möglich, miteinplanen. Bewegung ist eine gute Voraussetzung um aufmerksam zu bleiben, z.B. Fingerübungen, Klopfübungen ohne andere zu stören. Häufige Notizen, zu Lernendes häufig aufschreiben. Wörter in Bewegung umzusetzen, schauspielerisch darzustellen oder Wörter in die Luft zu schreiben, können nützliche Hilfsmittel sein. Je mehr Sie in Bewegung bleiben, desto konzentrierter werden Sie Ihre Aufgaben lösen. Wiederholen Sie den Lernstoff im Umhergehen.

Teilen Sie sich kurze Pause ein, in denen Sie etwas trinken oder essen – danach können Sie sich wieder besser konzentrieren.

Nützen wir doch alle Kräfte aus. Wie gesagt, auch der Geruchs- und Geschmackssinn sollte am Lernen beteiligt werden. Denn alles was auch über diese Sinne aufgenommen werden kann, kann auch durch die „Erinnerung“ wieder abrufbar gemacht werden. Es entstehen weitere Assoziationsfelder, die Inhalte viel intensiver verankern und verknüpfen und daher ein Erinneren erleichtert.

Daher: je mehr Lernmethoden man nutzt, desto tiefer wird der Lernstoff in das Gedächtnis eingeprägt.

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© Birgit Niko

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