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Graz - Die Feinstaubhochburg

Graz und Wien, die Städte mit der höchsten Feinstaub-Belastung. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist 2014 ein Rückgang im ganzen Land zu verzeichnen.

Graz und Wien bleiben nichtsdestotrotz die Städte mit der höchsten Feinstaubbelastung.

EU- Kommission,Überschreitung der Feinstaubbelastung,feinstaub graz,atmosphäre,eu mitgliedsstaaten © Stefan Redel| shutterstock

Laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) ist für das Jahr 2014 einen weiterer Rückgang der Feinstaubbelastung im ganzen Land zu verzeichnen.

In Graz wurde der tägliche Grenzwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft an 37 Tagen überschritten (Messstelle Petersgasse / Messstelle Graz Don Bonsco). Das vorgegebene Limit der EU gibt maximal 35 Tage vor, in Österreich liegt die Grenze sogar nur bei 25 Tagen. Trotz des Rückgangs bestehen also insbesondere in Ballungsgebieten weiterhin Gefahren für die Gesundheit. Nach Angaben des Verkehrsclubs Österreich sind die Feinstaubpartikel umso gesundheitsgefährdender, je geringer die Größe der Partikel ist.

Entstehung

Je nach lokalen Gegebenheiten wird Feinstaub durch natürliche oder vom Menschen geschaffene Ursachen freigesetzt. Zu den natürlichen Ursachen zählen unter anderem die Abtragung von Gesteinen durch Wind und Wasser, Vulkanausbrüche und die Neubildung von Partikeln in der Atmosphäre. Der grobkörnige Feinstaub PM10 hat drei Hauptverursacher: den Straßenverkehr, die Industrie und Hausbrand (primär verursacht durch alte, mit Holz oder Kohle betriebene Öfen). Im Bereich des Straßenverkehrs sind es nach wie vor insbesondere Dieselfahrzeuge, welche die hohe Feinstaubbelastung hervorrufen. Darüber hinaus ist aufgewirbelter Straßenstaub ein zu nennender Faktor.

Deshalb wird im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung die Einfahrt von alten LKWs ohne Partikelfilter in Städte und belastete Gebiete verboten. Forderungen werden daher laut diese Fahrverbote für alle LKWs ohne Partikelfilter auszudehnen.

Feinstaub gefährdet die Gesundheit

Trotz der günstigen Wetterbedingungen letztes Jahr wurde wie erwähnt der Jahresgrenzwert elfmal überschritten. Der VCÖ nutzt diesen Anlass um verstärkt Maßnahmen gegen die gesundheitlichen Kleinstpartikel zu fordern. Zurzeit gibt es nur 30 Messstellen für die kleineren Partikel PM2,5 und nur eine einzige Messstelle für PM1 in Illmitz. Die PM 2,5 Kleinstpartikel können leider auch enorme gesundheitliche Gefahren bergen, von Lungen-, Herzkreislauf- und Blutkreislaufbeschwerden bis hinzu Schädigungen der Hirngefäße und Gedächtnisdefiziten bei Kindern. Um entsprechende Werte ermitteln zu können, fordert der Verkehrsclub Österreich eine spezielle Messtechnik, welche das Messen von Kleinstpartikeln ermöglicht.

Trend,PM10-Emmissionen nach Sektoren,feinstaub graz,wetter graz,eu-länder,atmosphäreQuelle: umweltbundesamt.at

Wer übermäßig Feinstaub einatmet, kann es mit allergischen Symptomen, etwa Hautausschlag und Jucken zu tun bekommen. Auch asthmatische Erkrankungen und andere, allgemeine Atemwegserkrankungen werden mitunter der starken Belastung durch den Feinstaub zugeschrieben. Im schlimmsten Fall drohen Erkrankungen an Lungenkrebs.

Europa gegen den Feinstaub

Trotz der positiven Entwicklung beim Feinstaubausstoß in ganz Österreich musste die EU- Kommission erneut eingreifen und im November 2014 wegen der Überschreitung der Feinstaubbelastung mahnen. Im Jahr 2011 war bei 76 Messstellen der Wert zu hoch, im Jahr 2012 bei 20 Messstationen und im Jahr 2013 bei 14 Messstationen. 2014 ging dieser Wert noch einmal runter auf 11 Messstationen. Ein positiver Trend, der jedoch nach wie vor nicht zufriedenstellend ist.

Überschreitung der Messwerte.österreichische Messstationen,feinstaub graz,wetter graz,ig-l,igl autobahn,hautausschlag,vcö Quelle: https://www.121doc.com/de/

In verschiedenen EU-Ländern wurden in den vergangenen Jahren unterschiedliche Maßnahmen eingeführt, welche die Belastung und die damit einhergehende Schädigung der Gesundheit durch Feinstaub mindern sollen.

In Italien existieren bestimmte Fahrverbote, die an Sonntagen eingehalten werden müssen, ebenso wie die Vorschriften für das abwechselnde Führen von Fahrzeugen mit geraden und ungeraden Kennzeichen. Deutschland fördert hingegen den Einbau von Partikelfiltern steuerlich. Darüber hinaus wurden im Nachbarland auch Grenzen eingeführt - Es gibt sogenannte Umweltzonen, die von Fahrzeugen mit hohem Feinstaubausstoß nicht befahren werden dürfen. Die Ausweitung dieser Zonen ist in naher Zukunft schon geplant.

Selbst in Ländern auf der anderen Seite der Welt werden Versuche unternommen gegen die Vermehrung des Feinstaubs vorzugehen. In Seoul beispielsweise wird die vermehrte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln gefördert, um die Verwendung von Kraftfahrzeugen so gering wie möglich zu halten.

Maßnahmen in Österreich

Die österreichische Regierung feilt intensiv an Regulationen für den Straßenverkehr, um die Feinstaubbelastung weitestgehend einzudämmen. Die Phyrn Autobahn wird aufgrund des auf den Weg gebrachten Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) im Jahr 2009 bei zu hoher Feinstaubbelastung automatisch auf 100km/h geschwindigkeitsbegrenzt.

In Salzburg wird auf der Westautobahn rund um die Landeshauptstadt schon seit längerem Tempo 80 getestet. Neben der Verbesserung der Luftqualität könnte hier zugegebenermaßen auch ein wenig System unterstellt werden. Unglaubliche 418 Temposünder pro Tag werden hier per Radar erfasst.

Um den schlechten Ruf loszuwerden und Verfahren oder jegliche Strafzahlungen an die EU zu vermeiden stellte Siegfried Nagl nun eine Maßnahme mit Vorbildcharakter vor. Das sogenannte „Feinstaub-Pickerl“ wird auf der Windschutzscheibe von Kraftfahrzeugen angebracht und signalisiert, an welchen Tagen das Fahrzeug nicht am Straßenverkehr teilnehmen wird. Als Entlohnung winkt ein vergünstigtes Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Von der Maßnahme verspricht sich der Bürgermeister rund 10.000 Umsteiger auf Öffis sowie bis zu 5% Reduzierung der Feinstaubbelastung.

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